Wir haben in den letzten Wochen ausgiebig die Umgebung von Nosy Be, der bekanntesten Feriendestination in Madagaskar, besegelt und sind nun bereit fürs Ausklarieren. Wir wollen der Küste entlang weiter südwestlich, bevor es dann an der engsten Stelle des Mozambique Kanales rüber nach Afrika geht.
Die rote Strecke besegeln wir in diesem Bericht. Von Hell-Ville (Nosy Be) bis Nosy Antsoheribory, wo wir aktuell hinter der Insel vor Anker liegen, wunderbar geschützt vor den Wellen. Hier warten wir nun auf ein ideales Wetterfenster, um dann die Fahrt über den Mozambique Kanal (gelbe Linie) bis runter nach Richards Bay in Südafrika in Angriff zu nehmen.Wunderbarer Abendhimmel am Ankerplatz in Hell-Ville auf Nosy Be.Unsere Freunde Beza und Edi (stehend neben Pia) laden uns ein, sie am Sonntag an die Gartenparty zu begleiten, welche Geburtstagskind Roland (sitzend) für seine Freunde organisiert hat. Roland ist wie Edi ebenfalls ein ausgewanderter Österreicher und besitzt ein paar Ferienbungalows, die er vermietet.Bevor wir uns am Abend von Beza und Edi verabschieden können, drückt Edi uns noch ein «Lunch Paket», wie er schmunzelnd meint, in die Hand. Wir revanchieren uns mit Ragusa, der besten Schweizer Schokolade. Zu Hause sehen wir dann, was Edi uns Feines zubereitet hat: ein köstliches Nuss Brot, süsse Apfeltorte, vorzügliche Kokos-Busserl und selbst eingelegte Essiggurken. Hmm – soo lecker! Vielen Dank, Edi!Das Ausklarieren am Montag, 19.10.2026 verläuft wie erwartet: bürokratisch kompliziert und etwas chaotisch, aber schlussendlich ohne Probleme. Schon um 10 Uhr morgens heisst es Anker hoch – und schon ist die Lupina unter vollen Segeln unterwegs (Bild: Nathalie, SY Artemis)
Unser erster Stopp ist in der Russian Bay, rund 26 Seemeilen von Hell-Ville (Nosy Be) entfernt. Schon während der Fahrt verspürt Pia Bauchkrämpfe und fühlt sich nicht wohl. Am Abend kommt Fieber dazu. Wir sind in einem Malariagebiet und die Symptome, die sich bei Pia zeigen, deuten auf diese gefährliche Krankheit hin. Noch in der Nacht entscheiden wir, dass wir am nächsten Tag zurück nach Nosy Be segeln, um dort einen Arzt aufzusuchen. Auf unsere Anfrage ist unsere gute Seele Edi sofort zur Stelle und fährt uns mit seinem Auto zum Arzt. Als dort der Schnelltest dann negativ ausfällt, sind wir zunächst sehr erleichtert. Aber was ist es denn? Der Arzt vermutet eine bakterielle Infektion des Verdauungstraktes und verschreibt entsprechende Medikamente. Diese sprechen schnell an, und schon nach ein paar Tagen geht es Pia wieder gut.
Nach dieser Extrarunde zurück nach Nosy Be fahren wir am nächsten Tag wieder südwärts. Diesmal lassen wir die Russian Bay links liegen und ankern hinter einer kleinen Insel gleich westlich davon, Nosy Antsoa. Der Blick nach Westen ist frei und wir geniessen erneut einer dieser prächtigen Sonnenuntergänge.Es wird eine sehr rollige Nacht, denn der Schwell schleicht ums nahe Kap herum. Bereits am nächsten Morgen geht es der Küste entlang weiter südwärts. Die Abbruchstellen am Ufer zeigen sich in diesem Bereich besonders farbig.Nosy Kalakajora. Nachdem der letzte Ankerplatz sehr rollig war, verstecken wir uns diesmal etwas besser hinter einem Inselvorsprung. Der Anker ruht fest in gut haltendem Sand. Das ist wichtig, denn die Winde richten sich hier nach dem Sonnenstand. In der Nacht kühlt sich die Luft über dem Land ab, sinkt und strömt aufs Meer hinaus. Am Tag erwärmt sich die Luft, steigt über dem Land auf und zieht frische Luft vom Meer heran. Dabei dreht das Schiff natürlich mit und der Anker wird immer auf beide Seiten belastet. Am frühen Morgen kehren die Fischerboote in die ruhige Bucht zurück. Der reiche Fang wird von der ganzen Dorfbevölkerung begutachtet und gleich verteilt.Nur 10 Seemeilen weiter südlich ankern wir hinter einer langen Sandbank der Insel Nosy Antany Mora. Über die Insel haben wir gelesen, dass sie sehr schön sein soll und dass sich ein Landgang durchaus lohnt. Machen wir – und werden gleich überrascht: wir finden ein kleines Paradies, ein wunderschönes, sehr gut gepflegtes Resort mit einem fantastisch angelegten Swimming-PoolNosy Antany Mora hat in ihrer Mitte einen rund 130 Meter hohen Berg. Von da oben gibt es sicher einen tollen Rundumblick. Also hoch mit uns! Der Wanderpfad ist gut markiert und unterhalten, aber es ist steil und die Sonne brennt.Pia kämpft, aber sie lacht 😉Oben angelangt werden wir mit einem tollen Rundum-Ausblick belohnt. Schön zu sehen die lange Sandbank, auf deren rechten Seite unsere Lupina (winziger weisser Punkt) ganz alleine auf Gesellschaft wartet.Eine neugierige Echse will hinter Pia’s Rucksack. Der grosse Madagaskar-Baumleguan weisst als charakteristisches Merkmal ein deutlich sichtbares, schwarzes Halsband auf. Sein Schwanz ist mit dornartigen Stacheln versehen.Der Madagaskarzwergfischer gehört in die Familie der Eisvögel. Vielleicht etwas komisch, für diese heisse Gegend, da macht die englische Bezeichnung mehr Sinn: Kingfisher. Der kleine Vogel ist ein wahrer Meister im Erspähen und Fangen von kleinen Fischen und Insekten.Nach der anstrengenden Wanderung ist die Stärkung verdient. Ganz bewusst suchen wir dabei immer einheimische Anbieter auf. Auswählen kann man da meist zwar nicht. Es gibt was es gibt, und das ist immer köstlich. Hier geniessen wir ein leckeres Tintenfisch-Ragout mit Reis und einem Tomatensalat. Für umgerechnet gerade mal 3 Franken pro Person schlagen wir uns den Bauch voll.Bevor wir unser Segel für die Weiterfahrt setzen können, ein spannender Zwischenfall. Die uns schon länger bekannte Segelyacht «Windsong» hat sich am Vortag neben uns gelegt. Sie wollen mit uns weiter zur nächsten Insel. Wir sitzen noch im Cockpit beim Frühstück, als die Frühaufsteher nebenan ihren Anker hissen. Kurz bevor dieser ganz oben ist, löst sich die Schraube aus dem Schäkel, und der Anker plumpst ins Meer. Ein Schiff ohne Anker ist wie ein Auto ohne Bremsen – in diesen Gegenden, wo es keine Anleger gibt, du kannst es nicht mehr festhalten. Schnell packe ich meine Flossen und Tauchbrille, springe ins Dinghi und fahre zur Windsong hinüber. Zum Glück haben sie auf ihrem Navigationsgerät die Stelle festgehalten, wo der Anker verloren ging. Die Sicht reicht gerade knapp, dass ich im rund 9 Meter tiefen Wasser den Boden erahnen kann. Nach 20 Minuten Suche, entdecke ich den Anker, tauche runter und binde eine dünne Leine daran fest. Der Rest ist schnell erzählt: nochmals runter geschnorchelt mit einem dicken Tau, Anker hochgeholt, auf das Schiff gehievt und wieder richtig an der Kette befestigt. Ein Held ist geboren – und Yolanda und Ad von der Windsong sind überglücklich😊 Auf der Rückfahrt kann Pia gerade noch mein Jubelgeschrei filmen – entschuldigt bitte die schlechte Aufnahme, aber es ist der einzige Beweis der Tat.Unser nächster Ankerplatz liegt in der Moramba Bay. Hier gibt es unzählige Inselchen, die sich nach einem Vulkanerguss vor Tausenden von Jahren standhaft gegen die Erosion durch das Meer wehren. Die Inselchen sind grösstenteils menschenleer und sehr karg. Da erstaunt es, grosse, mächtige Bäume vorzufinden. Es sind die für Madagaskar so bekannten Baobab Bäume (Affenbrotbaum). Der Baum, der scheinbar mit den Wurzeln nach oben gewachsen ist. Der Baum ist ein lebender Wasserturm. Das Innere des Stammes besteht aus schwammigem Gewebe. Dieses kann tausende Liter Wasser speichern, um monatelange Dürreperioden zu überstehen.Frucht des Baobab Baumes (rechts) im Grössenvergleich mit einer Kokosnuss (links). Das Fruchtfleisch trocknet direkt am Baum. Es schmeckt süss/säuerlich und gilt wegen extrem hoher Mengen an Vitamin C, Kalzium, Antioxidantien und Ballaststoffen als „Superfood“. In Europa wird das extrahierte Pulver gerne für Smoothies oder zum Backen genutzt.Ein Grossteil des Jahres sind die Baobab Bäume kahl. Sie nutzen den Blattabwurf als Überlebensstrategie, um in trockenen Monaten die Verdunstung von Wasser über die Blätter auf ein Minimum zu reduzieren. Der Austrieb der Blätter erfolgt im Frühsommer der Südhalbkugel, meist im Zeitraum von Oktober bis November. Faszinierend ist dabei ein biologisches Phänomen: Baobabs treiben ihre Blätter oft einige Tage bis Wochen vor dem eigentlichen Einsetzen der Regenzeit aus. Sie nutzen dafür das im schwammigen Stamm gespeicherte Wasser der vergangenen Saison. Sobald die ersten Regenfälle einsetzen, sind die Blätter bereits bereit, um das Wasser optimal aufzunehmen und die Fotosynthese anzukurbeln. Das Bild zeigt schön die unterschiedlichen Entwicklungsstadien des Laubwerkes.Die Lavainseln in der Moramba Bay sind karg und steinig. Unterwegs zwischen der Moramba Bay und Ampasilava. Die bunten Gesteinsschichten entlang der Küste dokumentieren unterschiedliche Mineralien, die bei den verschiedenen Vulkanausbrüchen über die darunter liegenden Schichten gefördert wurden.In der Moramba Bay haben wir das deutsche Boot SY Artemis wieder getroffen, eine elegante, schnittige Amel 60 (18 Meter lang). In Hell-Ville (Nosy Be) lagen wir mit ihr zusammen vor Anker. Nun segeln Nathalie und Uwe gemeinsam mit uns weiter südwärts.Der Ankerplatz in Ampasilava ist sehr unruhig. Die Landzunge ist zu kurz und der Schwell des offenen Ozeans schleicht ungehindert darum herum. Deshalb gehen wir am nächsten Tag schon wieder Anker hoch und segeln weiter nach Katsepy, einem kleinen Dorf gegenüber dem grossen Handelshafen von Mahajanga. Die Bucht hier ist sehr flach, reicht weit ins Landesinnere hinein und verästelt sich dort in unzählige Flussdeltas. Nach jedem Regenfall wird das Wasser in der Bucht durch das mitgeführte Erosionsmaterial rotbraun gefärbt. Obwohl wir wissen, dass der Grund nur aus Sand und Schlamm besteht, ist uns trotzdem ein wenig mulmig. Über mehrere Meilen beträgt die Wassertiefe weniger als 10 Meter. Wir müssen darauf vertrauen, dass die Karten stimmen, denn bei diesem trüben Wasser könnte man keine Korallenblöcke erkennen.In Katsepy finden wir einen gut geschützten, ruhigen Ankerplatz vor. An Land treffen wir die typische idyllische Atmosphäre an, wie wir sie nun schon öfter in Madagaskar erlebt haben. Auf dem Bild ein Hirt mit seinen Gänsen.Die Artemis (links) und unsere Lupina vor Anker bei Katsepy.Es wird hart gearbeitet, auch sonntags. Männer und Frauen zerschlagen Steine und zerkleinern sie zu Kies, der für den Strassenbau verwendet werden soll. Aktuell ist nur die Hauptdurchgangsstrasse im Dorf befestigt. Alle anderen Wege sind Sand und Staubpisten, die sich bei Regenfall schnell zum schlammigen Sumpf verwandeln. Das Befestigen auch dieser Pfade ist ein lohnenswertes Projekt, bei dem sich alle gegenseitig helfen.Zum Provisionieren und Sightseeing fahren wir mit einem Schnellboot rund 9 Kilometer über die Bucht nach Mahajanga.Mahajanga: Durch ihre historische Rolle als wichtiger Handelsposten im Indischen Ozean ist diese Stadt ein Schmelztiegel der Kulturen. Neben der madagassischen Bevölkerung prägen historische Einflüsse von arabischen Händlern, indischen Einwanderern und der französischen Kolonialzeit die Architektur und die Kulinarik. Das Stadtbild besticht durch alte Kolonialbauten, schattige Alleen, Moscheen und traditionelle Märkte. Die Hauptschlagader der Stadt ist der Hafen. Hier treffen sich moderne Frachtschiffe und traditionelle, hölzerne Lastkähne, «Boutre» genannt. Diese alten Transportschiffe prägen seit Jahrhunderten das Bild der madagassischen Westküste.Das Wahrzeichen von Mahajanga und für die ganze Region: Der Riesen-Baobab. Ein gigantischer, uralter Baobab mitten in der Stadt. Der als heilig geltende Baum steht im Zentrum eines Kreisverkehrs direkt am Meeressaum. Sein Stamm hat einen gigantischen Umfang von über 21.4 Metern auf 1 Meter Höhe gemessen. Obwohl der Stamm so riesig ist, beträgt die Baumhöhe nur etwa 10 Meter. Sein genaueres Alter ist unbekannt, es wird aber «viele Jahrhunderte» geschätzt. Sicher jedoch ist: schon im Jahre 1895 wurde ein Umfang von 19 Metern gemessen.Wir haben grossen Respekt vor den Menschen, die hier unter gleissender Sonne mit einfachsten Hilfsmitteln ihrem Tageswerk nachgehen.Wieder zurück in Katsepy lassen wir zusammen mit Nathalie (links) und Uwe (rechts) den Tag in Patrick’s Bar ausklingen. Partrick ist hier so was wie das Mädchen für alles für uns Segler. Schon beim Ankern kommt er mit einem Kanu vorbei und erkundigt sich nach unseren Bedürfnissen. Clever hat er bereits schon eine kleine Bar direkt am Strand errichtet, wo natürlich jeder Segler mal einen Hopfen- oder Rum-Stopp einlegt.Uwe von der Artemis hat Patrick nach Diesel gefragt. «Kein Problem!», meint dieser. Kurz darauf stehen 6 Kanister gefüllt mit je 20 Liter Diesel vor der Bartheke. Schlussendlich hats dann aber doch nicht geklappt. Zur vereinbarten Lieferzeit am nächsten Morgen um 9 Uhr war Patrick «geschäftlich» in Mahajanga. Um 10 Uhr sind wir dann Anker auf. Die Kanister stehen wohl immer noch vor der Bartheke 😉Das Wetterfenster für die vorgesehene Überfahrt am Sonntag, 1. November 2026, verändert sich. Der Wind zwischen Madagaskar und Mozambique bricht fast völlig ein. Also entscheiden wir, mit der Reise nach Afrika abzuwarten. Gleichwohl gehen wir zusammen mit der SY Artemis am Montag Anker hoch und verschieben in die nächste Bucht. Das Bild zeigt Lupina auf dieser Fahrt (Bildquelle: Nathalie, SY Artemis).Hinter dem Inselchen Nosy Antsoheribory finden wir einen für alle Windlagen herrlich gut geschützten Ankerplatz vor. Im Hintergrund unsere Lupina (rechts) und die Artemis.Die Insel besteht aus Lavaschichten, auf denen nur spärliche Vegetation gedeiht, aber viele Baobab Bäume. Diese Bäume, jetzt mit langsam grün werdenden Baumkronen, fesseln uns immer mehr. Irgendeinmal fällt uns beim Betrachten auf, dass die Bäume sich zu umschmiegen scheinen.… in inniger UmarmungGrössenvergleich Baobab mit Pia
In der Nacht auf Dienstag werden wir von der SY Artemis angefunkt. Nathalie hat plötzlich Fieber bekommen und es ist ihr schlecht. Malaria? Wir ankern hier weit weg von einer grösseren Stadt und Uwe möchte mit uns Möglichkeiten diskutieren und bittet uns, ihm beim Organisieren zu helfen, da sie beide nicht Französisch können. Das Offensichtlichste wäre, am nächsten Morgen wieder 5-6 Stunden zurück nach Mahajanga zu fahren. Dort rufen wir auch im Notfall an und könnten jederzeit kommen. Dann erinnern wir uns an die vielen kleinen Erste-Hilfe Posten in den Dörfern. Gleich etwa 2 Meilen von unserem Ankerplatz gibt es ein Dorf. Uwe schafft es, bei Tagesanbruch einen Fischer zum Schiff zu winken. Dieser bestätigt: ja, es hat einen Sanitätsposten im Dorf. Also: die Beiden mit dem Fischer als Führer ins Dinghi und dann rüber ins Dorf. Per Funkgerät leisten wir Übersetzungshilfe und müssen lernen: zurzeit ist die Sanitätsstelle nicht besetzt, aber im Nachbardorf, 15 Kilometer Staubpiste entfernt, gibt es einen permanent besetzten Posten. Per Motorrad fahren die Beiden dorthin – am späteren Nachmittag sind sie wieder zurück auf dem Schiff. Diagnose in Kurzform: keine Malarie, aber eine Magen-Darminfektion mit starker Dehydrierung. Der Arzt konnte leider kein Englisch, aber per WhatsApp konnten wir von der Lupina aus Übersetzungshilfe leisten.
Uns Beiden geht es gut und wir scheinen Nathalies Käfer nicht mit abbekommen zu haben. Im Gegenteil, wir sind unternehmungslustig. Wir machen uns auf die Suche nach Ruinen, die es auf Nosy Antsoheribory geben soll. Das Nordufer der Insel ist dem Nachmittagswind und dem Schwell vom offenen Meer ausgesetzt. Hier wäre das Anlanden mit dem Dinghi sehr schwierig.Wir werden fündig! Ein kleiner Teil der Ruinen befindet sich am Nordufer (Bild), der Hauptteil quer über die Insel auf deren Südseite.Die Ruinen zeugen von einem wichtigen indo-arabischen Handelsposten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Vom späten 16. Jahrhundert bis Mitte des 18. Jahrhunderts (ca. 1580–1750) wurde die Insel von den Antalaotra (einem seefahrenden Volk mit arabisch-Suaheli-Kultur) besiedelt. Durch einen feindlichen Überfall wurde die Zivilisation dort im Jahr 1745 weitgehend zerschlagen, woraufhin die Überlebenden flohen und die Siedlung verfiel. Heute finden sich noch Überreste von Moscheen, Sultan Residenz, Wohn- und Lagerhäuser und alte Grabstätten der Sultans Familie (Bild).
Der nächste Abreisetermin war auf Freitag vorgesehen. Da aber eine von Süden kommende Störungszone immer intensiver wird und nun weiter nördlich zieht, verschieben wir die Abfahrt erneut um mindestens 3 Tage. Bis dann sollte auch Nathalie wieder voll genesen sein. Und wie heisst es so schön: alles Elend hat auch seine guten Seiten: ein Tag später zeigt Uwe die gleichen Symptome wie Nathalie und dann folgen Pia und ich. Offenbar haben wir alle das Gleiche eingefangen. Nach kurzen, heftigen Bauchproblemen mit Fieber am Donnerstag nehmen wir nun ein breit wirkendes Antibiotikum ein, das schnell angesprochen hat. Es geht uns heute Freitag deutlich besser, aber wir hätten nie losfahren können!
Neuste Wetterprognose: Die Auswirkungen der Störung dauern bis kommenden Mittwoch. Ab dann können wir den Mozambique Kanal queren, was bedeutet, dass wir von hier am Dienstag, 10. November, lossegeln könnten. Obs wohl dabei bleibt?
Es bleibt spannend! Folge der Lupina im Kielwasser!
Komm, steig ein und verfolge unsere Reise. Mit diesem Link kannst du den Fortschritt unserer Reise zeitnah verfolgen.
2 Antworten auf „Verlängerter Abschied von Madagaskar“
Von Herzen gute Besserung!
Danke liebe Annelis, das können wir gut gebrauchen.