Zum Relaxen – die Nordwestküste von Madagaskar

26.9. – 17.10.2026

Nach der sehr anstrengenden und anspruchsvollen Passage rund um die Nordspitze von Madagaskar erhoffen wir uns für die nächsten Tage und Wochen ein etwas geruhsameres Segeln in der Umgebung von Nosy Be.

Wir nehmen dich in diesem Bericht mit zu einer abwechslungsreichen Segeltour in der näheren Umgebung der Insel Nosy Be. Im Vordergrund stehen das Entspannen und vor allem der Austausch mit der lokalen Bevölkerung, sowie das Erleben der Natur.
Der erste Schlag nach dem Einklarieren in Hell-Ville führt uns zum Crater Ankerplatz. Es wären nur etwa 5 Seemeilen, also ein Katzensprung, da der Wind aber auf die Nase bläst, kreuzen wir auf. Es hat zum Glück fast keine Wellen, und es wird ein schöner Segeltag. Crater ist der wohl beliebteste Ankerplatz in der ganzen Gegend. Es gibt hier sogar eine kleine Marina und die Möglichkeit, ein Segelboot zu mieten. Im Bild der einzige Anlegesteg der Marina und im Hintergrund das grosse Ankerfeld.
Die Differenz zwischen Ebbe und Flut beträgt je nach Mondphase bis zu 3 Metern. So lassen sich leicht Arbeiten am Schiff durchführen, ohne es auswassern zu müssen. Dazu wird es einfach an der Hafenmauer festgemacht und lässt man es auf dem Kiel trockenfallen. So hat man bis zu sechs Stunden Zeit, trockenen Fusses notwenige Arbeiten am Unterwasserschiff durchzuführen.
Die Gegend von Crater ist vor allem bekannt für die schönen Strände. Mit seinem internationalen Flughafen gilt Nosy Be als der Touristen Hot-Spot von Madagaskar.
Es ist ein sanfter Tourismus, der sich hier entwickelt hat, mit vielen kleinen Pensionen und schmucken Restaurants. Richtig schön!

Als wir in Australien Pia’s Schulkameradin, Esther Lanz besuchten, hat diese uns geraten, dass wir uns wieder melden sollen bei ihr, wenn wir in Madagaskar sind: «ich kenne da jemanden!». Das machen wir, und Esther gibt uns die Kontaktdaten von Edy, einem ausgewanderten Österreicher

Edy und seine madagassische Frau Beza betreiben hier seit vielen Jahren eine kleine Pension, die «Villa Autriche». Es ist eine sehr herzliche und interessante Begegnung mit den Beiden. Wir verabreden uns für ein gemeinsames Mittagessen in den nächsten Tagen.
Weit verbreitetes Last-Transportmittel in Madagaskar: vom Zebu gezogene Karren. Wir sind sehr beeindruckt, wie entspannt und friedlich die Menschen umgehen mit dem Aufeinanderprallen vom Leben unter einfachsten Verhältnissen und dem Luxus. 80 Prozent der Madagassen leben von weniger als 2 Franken Einkommen pro Tag!
Das häufigste Transportmittel für Menschen ist eindeutig das Tuk-Tuk, nebst Rikscha, Fahrrad und Mopeds. Wir probieren das Tuk-Tuk gleich mal aus. Eine kurze Fahrt kostet umgerechnet etwas mehr als 20 Rappen, eine längere Fahrt knapp 2 Franken pro Person.
Am Sonntag treffen wir uns dann wie verabredet mit Edy und Beza (rechts im Bild) zum gemeinsamen Mittagessen. Sie bringen noch ihre langjährigen Freunde (er ebenfalls Österreicher und sie Madagassin) mit. Alles einheimische Kost – lecker, kann ich euch sagen.
Edy ist ein begeisterter Zuckerbäcker, und backt gerne Süsses. Er bringt den Kindern der Restaurant Angestellten jeweils etwas Süsses mit. Kein Wunder freuen sie sich jeweils auf den sonntäglichen Besucher.
Wir verlegen vom Crater Ankerplatz auf Nosy Be zu einer kleinen, vorgelagerten Insel, Nosy Sakatia. Unsere Lupina liegt hier sicher und stabil in ruhigem Gewässer.
Ein typisches Last-Transportschiff in dieser Gegend. Flach und stabil, aus Holz gebaut. Am kurzen Mast kann bei Wind sogar ein grosses Segel angebracht werden.
Nosy Sakatia: Endlich können wir mal wieder auf Berge steigen und uns die Welt von oben ansehen. Lupina, ganz für sich alleine, ist noch ganz knapp zu erkennen neben dem letzten Landvorsprung.
Der Wanderweg ist gut markiert. Zum Glück, denn er verläuft recht abenteuerlich durch Sumpfgebiet und dann steil bergan.
Unterwegs immer wieder eine typische Hütten-Siedlung der Bauern. Die Häuser sind 100% aus Naturprodukten gefertigt.
Auf der Nordseite von Nosy Sakatia angelangt, erwartet uns ein weiterer traumhafter Bilderbuchstrand. Die Boote im Hintergrund gehören zu einem kleinen, perfekt in die Natur eingebetteten Resort. Es ist einfach herrlich: wer hier Ferien macht, der ist voll mit der Natur verbunden.
Am nächsten Tag verlegen wir in den Süden von Nosy Sakatia. Hier hat es ein kleines Dorf mit einer Schule. Die Kinder der ganzen Insel kommen hier zur Schule. Auf dem Pausenplatz wird, wie bei uns früher auch, intensiv Fussball gespielt. Ich muss einfach staunen, wie die Kinder meist barfüssig flink umherrennen und ohne Zögern kräftig auf die steinharte Lederkugel dreschen. Ich würde mir wohl beim ersten Ballkontakt alle Zehen brechen.
Etwas weiter im Dorf treffen wir einen Mann, der sein Haus und die Umgebung perfekt gepflegt hat. Wir kommen mit ihm ins Gespräch. Sein Traum ist, dass er es schafft, im Leben etwas weiter zu kommen. Da er vom Resort auf der anderen Inselseite weiss, dass die Gäste gerne ab und zu mal eine Massage geniessen, will er in diesem Bereich aktiv werden. Stolz zeigt er uns, wie er die Liege dafür selber zusammen schreinert.
Auch hier machen wir eine Wanderung quer über die Insel, von Süd nach Nord und zurück, rund 5 Kilometer ein Weg. Der Pfad führt über ein rund 150 Meter hohes Gebirge. Je weiter wir vom Ufer weg sind, umso einfacher und spartanischer werden die Hütten. Hier wird einfache Landwirtschaft betrieben, alles von Hand, Maschinen gibt es keine. Die Menschen sind Selbstversorger und ernähren sich nebst Reis hauptsächlich von Hühnern, Ziegen, Zebus (eine Art von Kühen), Früchten (wie Bananen, Mango, Ananas, …) und Gemüse (Bohnen, Kartoffeln, Tomaten, …).
Die Erde ist sehr mineralienreich. Dort wo der Mensch den Wald gerodet hat, tritt der farbenprächtige Untergrund zu Tage.
Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich – ein Genuss für das Auge.
Nur ein paar Schritte weiter auf dem Pfad präsentiert sich das Landschaftsbild wieder ganz anders.
Zurück von der anstrengenden aber wunderschönen Wanderung geniessen wir den Strand vor unserem Ankerplatz. Es gibt hier eine Handvoll einheimische Restaurants, immer hübsch hergerichtet. Nicht ungewöhnlich für Madagaskar: die Liebe zum Detail erfreut uns immer wieder.
Das feine Mittagessen an dieser schönen Lage, bestehend aus grilliertem Fisch, Kokos-Reis und Mango/Tomaten Salat, mundet vorzüglich und füllt unseren Energiespeicher wieder auf.
Zum Abschluss des Essens ein Digestive («Verdauerli»). Alles Rum mit verschiedenen Geschmäckern und Zutaten wie Vanille, Mango, Banane, Crevetten und vieles mehr. Zum Glück haben wir es nicht weit bis nach Hause – es schwimmt am linken Seitenrand des Bildes und wartet auf seine beschwipste Crew.
Eine rührende Nebengeschichte: unser Dinghi lag am anderen Ende des Strandes, weit draussen, weil die Ebbe eingesetzt hatte, als wir die Wanderung begonnen haben. Nun, 6 Stunden später, beginnt das Wasser wieder zu steigen und das Personal des Restaurants bemerkt, dass wir uns um unser Dinghi kümmern wollen. Sie beschwichtigen uns: «no problem!». Zwei kräftige Jungs signalisieren uns, dass sie unser Dinghi aus rund 500 Metern Entfernung vor das Restaurant holen werden. Was für wunderbare Menschen!
Ein paar Tage später auf der südlichen Nachbarinsel von Nosy Be: Nosy Komba. Nur eine kurze Distanz, aber wieder ein ganz anderes Bild. Die Insel wird gerne von Tagestouristen aus Resorts in der Umgebung besucht. Die Einwohner leben hauptsächlich vom Tourismus. Das gibt ihnen ein kleines Einkommen und verschafft ihnen etwas Luxus, wie zum Beispiel Lebensmittel, die sie mit dem Geld kaufen können, oder Kleider. Dieser Junge trägt aus gekauftem Stoff selbst genähte Kleider. Sein Spielzeug ist aus einer alten Motorölflasche, Kanister Deckeln und Holzstäbchen selber zusammengebastelt.
Eine ungewöhnliche, aber hier übliche Technik, die Wäsche schnell zu trocknen: sie wird auf den heissen Sand gelegt.
Bisher haben wir noch wenig von der einheimischen Tierwelt gesehen, die für Madagaskar so einzigartig ist. Hier, auf der Insel Nosy Komba, haben wir hautnahen Kontakt mit Lemuren, die fast ausschliesslich nur in Madagaskar vorkommen. Lemuren sind Primaten, gehören also zu den Affen, was aber nicht so offensichtlich ist. Ihr Aussehen ist eher marder- oder katzenartig, dennoch teilen sie auf Grund ihrer Anatomie (wie den Greifhänden) eine gemeinsame Abstammung mit den Primaten. Früher wurden sie oft als «Halbaffen» bezeichnet, heute lautet die wissenschaftliche Einordnung «Feuchtnasenprimaten», weil ihre Nase feucht ist (wie zum Beispiel auch beim Hund) im Gegensatz zu den Affen, wo die Nase trocken ist (wie auch beim Menschen).
Es gibt unheimlich viele Kinder in Madagaskar. Sie sind die Altersvorsorge für ihre Eltern und Grosseltern. An den Kleidern dieser fröhlichen Jungs zeigt sich, dass der Tourismus doch etwas Wohlstand zu den Menschen bringt.
Ein zweiter Ankerplatz auf Nosy Komba, weiter im Südosten. Nur etwa 3 Seemeilen, und schon sind wir wieder im Gebiet, wohin kaum Touristen kommen. Lupina im Hintergrund hat ihren Ankerplatz ganz alleine für sich, nur ein paar Fischerboote schaukeln ihr vom Ufer her zu, während ein Fischer sein Netz wieder vorbereitet für nächsten Fischfang.
Schöne Begegnungen mit herzlich guten Menschen. Gut kann die Frau französisch (bei weitem nicht alle Madagassen verstehen Französisch, die Amtssprache von Madagaskar), so können wir sie fragen, was sie hier macht. Die Frau zermalmt getrocknete Kokosnuss zu Mehl, um daraus Gebäck und Brot zu backen. Wer meint, das sei leichte Arbeit – weit gefehlt! Der Mörser, der Holzstab, den sie zum Stampfen verwendet, ist aus robustem Hartholz, gute 8 Kilogramm schwer.
Unser nächster Ankerplatz liegt an einem sehr gut vor Wind und Wellen geschützten Plätzchen vor der Insel Mamoko. Das Wasser ist hier sehr klar und endlich ist wieder mal Schnorcheln angesagt.
Wir fragen die vorbeifahrenden Fischer, ob wir das Dorf besuchen dürfen. Und wieder finden wir offene, herzensgute Menschen. Dieser Mann zeigt uns, wie er mit einem zu einem Meissel flach geschmiedeten Nagel und einem Hammer aus Hartholz die Verstrebungen für sein neues Dach bearbeitet. Später am Abend kommt er noch mit Früchten bei unserem Schiff vorbei. Jetzt trägt er stolz eine neue Cap von uns – uns war aufgefallen, dass diejenige, welche er auf dem Bild trägt, schon etwas ins Alter gekommen ist.
Kaum haben wir das Dorf betreten, eilt dieser Junge auf Pia zu, ergreift vorsichtig ihre Hand und weicht die ganze Zeit nicht mehr von ihr. Rührend!
Und hier sehen wir sie wieder: Lemure – ganz aus der Nähe!
Hautnah! Lemure mögen Bananen. Damit kann man die wilden Tiere, die keine grosse Scheu vor Menschen zeigen, anlocken. Ohne Zögern springt mir dieser auf die Schulter und klettert dann mit seinen überraschend samtigen Händen und Füssen auf meinen Arm, um sich die leckere Nahrung zu holen.
Immer mehr Kinder folgen uns auf unserem Streifzug durchs Dorf
Der Mann im hellblauen T-Shirt (leider haben wir seinen Namen vergessen) führt uns durchs Dorf, beantwortet unsere Fragen und zeigt uns ein paar ausserordentliche Dinge. Unter anderem 2 Riesenschildkröten, die sein Grossvater hierhergebracht hat, als er das Dorf gründete. Da sie damals noch klein waren, ging das problemlos im Auslegerkanu. Die Tiere kommen sofort aus ihrem schattigen Plätzchen hervor, als unser Führer mit einer Banane winkt. Die Kinder und die Schildkröten scheinen sich gut zu verstehen 😉
Wir sehen unseren ersten Baobab Baum aus der Nähe. Madagaskar gilt als die Urheimat des Baobabs (auch Affenbrotbaum genannt). Hier ist die Vielfalt am grössten. Sieben der weltweit total acht Arten wachsen auf der Insel. Sechs davon sind komplett endemisch, existieren also nirgendwo sonst auf der Erde.
Wir segeln etwas weiter nordwestlich der Küste entlang und ankern mitten in einem Krater, dessen Rand auf einer Seite gänzlich eingefallen ist und daher der Zugang vom Meer möglich ist. Das einzige Dörfchen auf dieser Kraterinsel, Nosy Ambararata, leuchtet in der Abendsonne.
Kaum ist der Anker eingefahren, erhalten wir Besuch von zwei einheimischen Frauen. Ausser einem Kleinkind haben sie nichts dabei. Sie fragen uns, ob wir etwas für sie hätten. Wir fragen zurück: «Was habt ihr für uns?». Erstaunt über unsere Frage blicken sie sich an. Wir helfen auf die Sprünge und schlagen vor: Bananen, Kokosnüsse, Mango. Sie diskutieren kurz, lachen dann erfreut und bedeuten uns, dass sie uns Kokosnüsse holen wollen. Kurz darauf sind sie mit drei grossen Trink-Kokosnüssen zurück. Wir bedanken uns mit T-Shirts, Milchpulver für das Kleinkind, Rohrzucker und einer Trainerjacke von Pia. Von nun an ist die Damenriege Wölflinswil auch auf Madagaskar vertreten 😊
Am nächsten Tag besuchen wir das Dorf. Wir hatten die beiden Frauen vom Vorabend gefragt, ob sie uns das Dorf zeigen würden. «Ja, natürlich!» war die spontane Antwort.
Es hat zwar ein paar wenige Mangobäume und Kokospalmen, der Boden ist aber zu karg für einen Garten. Das Dorf lebt vom Fischfang. Jede Familie hat irgendwo eine Fläche, wo Fische getrocknet werden. Im Gegensatz zu anderen Gegenden, ist das Fischvorkommen hier enorm. Mit eigenen Augen sehen wir, wie Fischer um unsere Lupina herum im Minutentakt grosse Fische, 30-50cm lang, aus dem Wasser ziehen.
Drei Generationen auf einem Bild: die Grossmutter, auf der Treppe sitzend, ist kaum älter als 40 Jahre. Zum Glück hat Pia vorher noch diverse Geschenke in ihren Rucksack gepackt, und wir können allen Familienangehörigen damit grosse Freude bereiten. Es ist unser Dank für die Führung durchs Dorf. An Geld sind sie nicht interessiert, denn hier draussen können sie sich nichts kaufen dafür. Sie haben ja so wenig! Da ist alles, was sie irgendwie brauchen können, etwas sehr Wertvolles. Tolle Begegnungen!
Während wir uns an Land das Dorf zeigen lassen, liegt Lupina absolut ruhig mitten im Kratersee
Nach 2 Tagen verlassen wir den Kratersee und segeln zu unserer nächsten Station, in die Russian Bay. Von anderen Seglern hatten wir erfahren, dass es hier schöne Wanderungen zu machen gibt. Es wurde uns auch geraten, einen lokalen Führer zu engagieren, da die Pfade auf keiner Karte zu finden sind. Diesen Ratschlag befolgen wir gerne. Pauline, eine gut französisch- und englischsprechende, junge Frau, führt uns rund 4 Stunden lang durch eine sehr interessante Natur. Sie ist hier aufgewachsen und kann uns viel über die Geologie, Tierwelt und Pflanzen erzählen.
Fernsicht Richtung Südafrika
Blick über die Russian Bay mit unserer Lupina, zweites Schiff von links.
Der Name der Bucht hat eine interessante Geschichte. Im Jahre 1904, während des Russisch-Japanischen Krieges, schickte Russland eine Kriegsflotte von der Ostsee um die halbe Welt, um ihre dort von den Japanern stark unter Druck gesetzte Flotte zu unterstützen. Auf dem Weg dorthin legte ein Teil der Flotte einen zweimonatigen Zwischenstopp an der Westküste von Madagaskar ein, in unserer Bucht. Als der Befehl zum Aufbruch kam, weigerte sich ein Teil der Besatzung, das tropische Paradies wieder zu verlassen und in den Krieg zu ziehen. Sie desertierten mit einem der Schiffe. Dieses versteckten sie tief in den Seitenarmen der Bucht, wo es ein paar Jahre später schliesslich versank. Die desertierten Soldaten blieben auf Madagaskar, bauten Beziehungen auf zur einheimischen Bevölkerung und verbrachten den Rest ihres Lebens hier. Der letzte russisches Seemann dieser Flotte verstarb im Jahre 1936.
Etwas Tolles in ganz Madagaskar: es gibt keine giftigen und für den Menschen lebensgefährlichen Tiere – ausser einer Froschart vielleicht, die man aber mit der Zunge ablecken müsste. Dennoch ist die Tierwelt spannend und interessant. Auf unserer Wanderung versucht sich eine fast 2 Meter lange Madagaskarboa (sehr eng verwandt mit der in Mittel- und Südamerika beheimateten Boa Constrictor) vor uns zu verstecken. Pauline hat aber ein wachsames Auge und entdeckt sie für uns.
Grosser Madagaskar-Taggecko. Er zeichnet sich durch seine leuchtend neongrüne Farbe und die charakteristischen roten Punkte auf dem Rücken aus. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gecko Arten sind Taggeckos – wie der Name schon sagt – tagaktiv.
Wir haben die Wanderung früh um 7 Uhr begonnen. Jetzt, 4 Stunden später, brennt die Sonne fast senkrecht vom Himmel. Jedes Schattenplätzchen ist willkommen.
Zum Abschluss unserer anstrengenden, aber wunderschönen Wanderung, und zum Abschluss unseres Segeltörns rund um Nosy Be lassen wir es uns noch einmal richtig gut gehen mit einem feinen, lokalen Essen: Salat aus Randen, Gurken und Tomaten, lokalen Fisch vom Grill, äusserst leckerer Gemüseeintopf (Bohnen, Karotten, Kartoffeln, Aubergine und viele Gewürze) und natürlich Reis, viel Reis. Hmm – einfach köstlich!

In der Russian Bay drehen wir nun um und kehren zurück nach Hell-Ville auf Nosy Be. Morgen Sonntag sind wir noch von unseren neuen Bekannten, Beza und Edy, zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Am Montag früh klarieren wir dann aus und beginnen unsere Fahrt nach Südafrika. Der Mozambique Kanal und die Küstengewässer von Südafrika zählen zu den schwierigsten und gefährlichsten Passagen weltweit. Der Agulhas-Strom mit seinen gefürchteten Wirbeln und starker Strömung, die extrem schnellen Wetterwechsel und unberechenbare Wellen lassen jeden Segler nervös werden. Auch wir haben grossen Respekt vor diesem Abschnitt unserer Reise. Entsprechend haben wir einschlägige Literatur studiert und beobachten seit einiger Zeit andere Schiffe bei ihrer Passage sehr intensiv. Auch haben wir uns die Dienste eines mit diesen Gewässern vertrauten Wetter-Routers gesichert. Dieser wird uns aus der Distanz helfen, die beste Route und den idealen Zeitpunkt für die Fahrt zu bestimmen.

Lupina ist bereit – wir auch! Am Montag, 19.10.2026, geht es los. Zunächst noch in Tagesetappen der Westküste von Madagaskar entlang südwärts, dann, im Bereich der engsten Stelle, über den Mozambique Kanal und anschliessend der afrikanische Küste entlang in den ersten Hafen von Südafrika: Richards Bay.

Komm, steig ein und verfolge unsere Reise. Mit diesem Link Noforeignland kannst du den Fortschritt unserer Reise zeitnah verfolgen.

Es bleibt spannend! Folge der Lupina im Kielwasser!

3 Antworten auf „Zum Relaxen – die Nordwestküste von Madagaskar“

  1. Merci pour vos récits de voyages si intéressants et bienveillants !!!
    Nous vous souhaitons le meilleur à Lupina et à vous deux pour les prochaines navigations à venir !!!!
    Hasta Luego y que todo vaya bien !!

  2. Ein wunderbarer Bericht, der sehr aufschlußreich ist und für Madagaskarreisende interressante Einblicke gewährt! Beza und ich freuten uns euch beide kennen zulernen! Einen gemeinsamen Tag haben wir noch vor uns und hoffen ,dass es ein Andenken für die Weiterreise bleibt und euch immer wieder in Erinnerung sein wird!
    Auch ich habe Madagaskar durchs Segeln kennen gelernt ! Vor 27 Jahren hatte unsere Segelcrew die umliegenden Insel mit dem Boot erkundet ! Damals hatte nicht daran gedacht hier her zu übersiedeln ! Aber sage niemals nie ! Jetzt bin ich schon 23 Jahre hier und mit Beza verheiratet !

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