Unser Schiff ist nun schon fast 2 Wochen in der Werft. Die Arbeiten machen gute Fortschritte. Wir sind mit dem Yard sehr zufrieden. Alles läuft nach Plan und wie vereinbart. Weniger Freude haben wir an der Volvo Vertretung «Pamarine», die uns falsche Teile liefert und viel zu hohe Arbeitskosten verrechnen will. So müssen wir kurzerhand umdisponieren und die Werft mit dem Ersatz der Wellendichtung und der Motorfundamente beauftragen. Diese macht dann auch einen ausgezeichneten Job in weniger als der halben Zeit, wie «Pamarine» veranschlagt hatte.
Singapur, Marina Bay Sands und Bayfront by Night. Der gute Service der Werft ermöglicht es uns, viel Zeit in der Stadt zu verbringen und Singapur weiter zu erkunden.Mit den Silentblöcken (Motorfundamente, roter Kreis auf dem Bild), die extra von Volvo in Schweden bestellt werden mussten, haben wir Glück. In weniger als einer Woche erreichen sie die Werft und können von dieser umgehend eingebaut werden, noch vor den einwöchigen Betriebsferien anlässlich des chinesischen neuen Jahres am 17. Februar.Wir nutzen die Gelegenheit, um Sachen zu reparieren oder zu ersetzen, die schon länger auf unserer Projektliste stehen. So haben wir zum Beispiel in Fiji wegen Mangels an Ersatzteilen die Endkappe unseres Auspuffwassersammlers (am Boden liegend), welche total verrostet war, reparieren müssen. Wir haben dann bei unserem nächsten Urlaub in der Schweiz einen neuen Wassersammler besorgt, und führen diesen seither auf dem Schiff mit. Nun wird der Neue eingebaut.Die Reparatur der Endkappe in Fiji hat 2 Jahre gehalten. Dass es nun aber höchste Zeit wurde für den Austausch, zeigt dieses Bild: die Korrosion ist deutlich fortgeschritten.Wir lassen uns von der Werft dazu überreden, unseren Propeller mit einem speziellen Lack zu beschichten, welcher den Bewuchs von Muscheln und anderen Lebewesen verhindern soll. Wäre super, wenn es funktioniert!Seit wir unsere Lupina besitzen, hat die manuelle Bilgenpumpe nicht richtig funktioniert. Bisher haben wir diesem Problem kein grosses Augenmerk geschenkt, da sie einerseits sehr eng verbaut ist und andererseits ja noch eine automatische Pumpe vorhanden ist. Zudem ist unsere Bilge eigentlich immer trocken und die Pumpe kommt fast nie zum Einsatz. Das Problem mit der tropfenden Wellendichtung hat uns aber gezeigt, dass es schon noch gut wäre, wenn auch die Handpumpe funktionieren würde. Ich nutze also die Gelegenheit in der Werft, baue das Ding aus und zerlege es.Eine kleine Überraschung: die Austrittsklappe der Pumpe ist verkehrt herum eingebaut. Ich drehe sie um, so dass die flache Seite richtig abdichten kann. Siehe da, das Teil funktioniert jetzt einwandfrei.Eine Woche früher als geplant sind alle Arbeiten bis auf den hydraulischen Achterstag-Spanner in der Werft erledigt. Unsere Lupina wird in die Hebegurten des Liftes gehängt und für die Fahrt ins Wasser vorbereitet.Das Einwassern des Schiffes ist immer ein kitzliger Moment: ist alles dicht? Der Chauffeur des Travel-Liftes scheint sehr zuversichtlich zu sein.Lupina auf dem Weg ins Wasser. Alles dicht! Auch der darauffolgende Seatrial (Probefahrt) verläuft positiv. Lupina ist bis auf den oben erwähnten Achterstag-Spanner wieder reisefertig. Dieser braucht neue Dichtungen und ist von der Werft an eine auf hydraulische Geräte spezialisierte Firma vergeben worden. Kein Problem, wir haben ja die Marina noch für eine Woche gebucht, und das Teil kann auch eingebaut werden, wenn das Schiff am Steg schwimmt.Das Einwassern der Lupina kommt gerade rechtzeitig zu Pia’s Geburtstag.
Nach einer gründlichen Reinigung des Schiffes zügeln wir vom Hotel wieder auf die Lupina. Kurz vor dem Wochenende wird auch der revidierte hydraulische Achterstag-Spanner angeliefert. Böse Überraschung: er funktioniert nicht mehr richtig, es kann kein Druck aufgebaut werden. Das Handbuch meint für diesen Fall: Luft im System oder zu wenig Öl. Kein Problem, meint der Spezialist und nimmt ihn wieder mit. Er verspricht, ihn Anfangs der folgenden Woche wieder zu bringen. Wir sind zuversichtlich.
Nach getaner Arbeit, das Vergnügen. Erneut fahren wir in die Stadt, diesmal zu den Gärten an der Bay, «Gardens by the Bay». Das Bild zeigt den Libellen Teich mit einer der vielen Skulpturen, im Hintergrund das Marina Bay Sands GebäudeEin weiteres Wahrzeichen von Singapur: die künstlichen Bäume. Im Wald der Super Bäume (Supertree Grove) steigen wir in die Baumkronen und besuchen das Observatorium.Teil des Parks sind die beiden riesigen Gewächshäuser «Cloud Forest» und «Flower Dome». Wir entscheiden uns für den Ersten, insbesondere auch, weil hier kürzlich der Jurassic Park Einzug gehalten hat. Eine riesige, geschlossene Glaskuppel überspannt einen Berg, der von Pflanzen aus dem tropischen Regenwald bewachsen ist. Der Zugang auf den Berg und in sein Inneres erfolgt über kühn geschwungene Brücken und Rampen. Echte Wasserfälle, künstliche Wolken und sich bewegende Saurier versetzen einem in eine andere Welt.Diverse Saurier entrücken uns mitten in den Jurassic Park. Wir sind froh, ist dieser T-Rex zwar naturgetreu, aber nicht echt.Nach dem Bummel durch die Natur zieht es uns ins moderne Singapur. Die Hotel Lobby des Marina Bay Sands Hotel ist gewaltig.Die «Helix Brücke» – eine Fussgängerbrücke – hat die Form einer DNA Doppelhelix, inspiriert von der genetischen Struktur des Lebens selbst.Der Merlion – Singapurs Wahrzeichen. Die Statue mit dem Kopf eines Löwen und dem Körper eines Fisches steht an der Marina Bay und spritz Wasser aus ihrem Mund. Der Name Merlion kommt von Meerjungfrau (Mermaid) und Löwe (Lion). Der Löwe signalisiert Stärke und Mut und passt als Symbol perfekt zu Singapur, der Löwenstadt (Singha = Löwe, Pura = Stadt). Der Legende nach ist Singapur zu ihrem Namen gekommen, als ein indonesischer Prinz hier einen der seltenen Löwen gesehen haben will. Er sei von der Begegnung so beeindruckt gewesen, dass er in der Folge den Ort Singapur nannte.Chinatown: Der Bazar wird dominiert vom chinesischen neuen Jahr. Ins Auge stechen einem dabei die Farbe Rot und der Mandarinenbaum. Rot ist die Glücksfarbe schlechthin im chinesischen Kulturkreis. Der Mandarinenbaum verkörpert Wohlstand und Reichtum. Die Früchte symbolisieren mit ihrer runden Form Vollkommenheit und Einheit in der Familie. Sie stehen für Frische und einen guten Start ins neue Jahr.Chinatown: yummie!! Leckeres chinesisches Essen. Und schau dir mal die Preise an!! (1 Singapur Dollar entspricht etwa 0.6 Schweizer Franken)Singapur – eine Stadt der Gegensätze: hier eine top moderne Shopping Mall mit allen namhaften Marken ….… und direkt um die Ecke ein einfacher Schuhmacher, der mit Arbeit gut ausgelastet ist.Hochzeit im «The Fullerton Bay Hotel». Ich geb’s ja zu: die Autos haben mich mehr beeindruckt als die Braut😊
Unsere Marina liegt am westlichen Rand von Singapur. Direkt vor dem Marina Gelände befindet sich die Endstation der Ost-West Bahn. Der öffentliche Verkehr ist effizient und sehr preiswert. Wir nehmen die rund einstündige Fahrt ins Stadtzentrum jeweils gerne in Kauf. Da unsere Pendenzen auf der Lupina bis auf den Achterstag-Spanner erledigt sind, können wir die Tage unbeschwert geniessen. Aber ….
… auch nach dem 5. Versuch, das Gerät richtig zu entlüften und mit Hydraulik Öl zu befüllen: es funktioniert nicht mehr. Beim 6. und letzten Versuch bin ich persönlich dabei und beobachte jeden Schritt. Wir bekommen es nicht hin! Ich vermute, irgendwo ist ein der neu eingesetzten Dichtungen falsch oder fehlerhaft. Da unsere Visa ablaufen, beschliessen wir, das Achterstag mit Gewindestangen zu sichern. Zur Sicherheit kommt noch ein Spannset dazu. Das nun defekte Gerät nehmen wir an Bord und lassen es bei nächster Gelegenheit von einem anderen Fachspezialisten nochmals prüfen.Letzter Ausflug in die City. Wunderbare Abendstimmung über das Business Center.Den letzten Tag vor unserer Abreise sind wir mit Bunkern von Frischwaren (Gemüse / Früchte) beschäftigt. Den Sonnenuntergang über der malaysischen Stadt Kampung geniessen wir vom Pier der Raffles Marina.Am Valentinstag (14. Februar) klarieren wir aus und verlassen Singapur in Richtung Indonesien. Dabei müssen wir eine der am dichtest befahrenen Seestrassen der Welt, die Singapur Strait, überqueren. Spannend! Alles läuft ohne Probleme. Der Blick in Richtung unseres Kielwassers zeigt einen regen Schiffsverkehr.Wir sind glücklich! Nach rund 3 Monaten in Singapur sind wir endlich wieder unterwegs.Am 16. Februar klarieren wir in der Nongsa Point Marina in Batam (Indonesien) ein. Wie immer übernimmt Pia die Aufgabe, Gastlandflagge und gelben Quarantänewimpel zu setzen.Da der Marina Besitzer ein Chinese ist, wird auch hier das chinesische neue Jahr gefeiert. Ideales Timing für uns: am Vorabend des neuen Jahres findet bei uns auf der Marina Pier (Bild) ein grosses Fest mit Buffet statt …… und am Neujahrestag, dem 17. Februar, findet ein ähnliches Fest mit traditionellem Löwentanz (Bild) in einem rund fünf Gehminuten entfernten Resort statt, das ebenfalls dem Besitzer der Marina gehört.Einer unserer Lieblingsplätze in Batam: die Turi Island Bar verwöhnt uns mit ihren Happy Hour Drinks.Am 18. Februar heissen wir Robin (rechts im Bild), den Sohn von guten Walliser Freunden, auf unserer Lupina willkommen. Er heuert für die nächsten rund 8 Wochen als Crewmitglied auf der Lupina an. Die ersten Fahrten hat er hinter sich und er scheint Freude daran zu haben.
Für die Weiterreise ab Batam haben wir einen Törn über Borneo (wir hoffen, dort eine Expedition zu den Orang-Utans machen zu können) und Sulawesi nach Flores vorgesehen. Unser neues Crewmitglied, Robin, scheint seetauglich zu sein. Die Fahrt südwärts durch die Chinese Sea bis zur Insel Belitung hat er bereits erfolgreich absolviert. Ist er auch seefest über die ungemütliche Java See? Wir werden es bald aus seiner eigenen Feder erfahren. Ich darf als Schreiberling nun für die nächsten Wochen Pause machen 😊
Es bleibt spannend! Folge der Lupina im Kielwasser!
Wie geplant steigen wir am 15. Januar 2026 spät abends ins Flugzeug, das uns, Zeitverschiebung von 7 Stunden eingerechnet, pünktlich am nächsten Abend in Singapur abliefert.
Damit auf der Reise alles gut klappt, und dass auch unser Gepäck gefüllt mit Ersatzteilen fürs Schiff heil ankommt, haben uns die Enkelkinder Glückskäfer aus Schokolade mit eingepackt. Sie haben perfekt geholfen: Reise gut, Gepäck gut.In Singapur (hier eines seiner Wahrzeichen: Marina Bay Sands Hotel) erwartet uns das beste Wetter. Es herrscht zwar jetzt bis Anfangs April Monsunzeit mit viel Regen, aber wir haben Glück: tagsüber scheint meist die Sonne, erst am Abend oder in der Nacht regnet es kurz und heftig.Kaum haben wir uns in der Raffles Marina wieder auf dem Schiff installiert und alle Systeme überprüft (alles in bester Ordnung vorgefunden – nur beim Probelauf des Generators haben wir festgestellt, dass dieser heiss läuft), wird die Lupina für diverse Arbeiten aus dem Wasser gehoben.
Wir sind ja im November des letzten Jahres in aller Eile nach Singapur gefahren, weil unsere Wellendichtung nicht mehr sauber abdichtete. Wir habe Singapur gewählt, weil dieser Stadtstaat ein Hauptknotenpunkt des internationalen Transportes darstellt. Teile zu beschaffen ist nirgends einfacher und schneller als hier. So unsere Annahme, die sich im Laufe der kommenden Wochen auch mehrfach bestätigen sollte. Für Segler unter euch, und auch fürs Schifffahrtsamt in Basel, das jeweils für die Erneuerung der Schiffspapiere genau wissen will, welchen Unterhalt wir in letzter Zeit vorgenommen haben, seien hier die wichtigsten Projekte aufgelistet:
Durchgeschmortes Elektroteil der SOLARA-Solarzellen auf dem Dach ersetzen
Service am Hauptmotor Volvo-Penta, Austausch des Turboladers (zu grosses Lagerspiel, Ölleckage und abgenutzte Turbine und Verdichter)
Silentblöcke (Abstützung des Motors) ersetzen
Generator: Austausch der Wasserpumpe (Ursache für die Überhitzung)
Alle Diesel Filter ersetzen
Reparatur der Handbilgenpumpe
Wartung und Dichtungswechsel des hydraulischen Achterstag-Spanners
Kutter-Segel: Ersatz des verschlissenen Sonnenschutzes
…. und viele diverse kleinere Dinge auf der Pendenzen-Liste
Diese Liste ist zwar lang, aber wenn man bedenkt, dass das Schiff dieses Jahr 20 Jahre alt wird, und welchen Bedingungen wir es dauernd aussetzen, dann ist das eigentlich gar nicht so viel. Auch unsere Lupina hat ab und zu mal eine Spezialbehandlung verdient 🙂
Zu unserem Erstaunen hat sich auch nach über 6 Wochen Liegezeit in der Marina nicht allzu viel Bewuchs an unser Schiff geheftet. An den weissen Stellen sieht man aber gut, dass der blaue Schutzanstrich nicht mehr überall vorhanden ist.Als eine der ersten und für die Sicherheit des Schiffes sehr wichtigen Tätigkeiten, werden die Seeventile überprüft. Das machen wir auch unterwegs immer wieder. Deshalb haben wir auch vor dem Auswassern bereits entschieden, dass das Seeventil des vorderen WC’s ersetzt werden soll. Beim Ausbau ist es abgebrochen, und man sieht deutlich an der Bruchfläche, dass der Entscheid für den Ersatz genau richtig war.Die Kombination von verschiedenen Metallen und aggressiven Medien (Salzwasser), denen ein Seeventil ausgesetzt ist, sorgt oft schnell für Korrosion, Materialveränderungen und Undichtheiten: das Bild zeigt das vergammelte, alte Seeventil und den steinhart gewordenen Verbindungsschlauch.Das kritische Seeventil ersetzen wir mit einem Neuen aus Faserverbundwerkstoff (korrodiert nicht mehr), für die Bedienungs-Hähnen (Bild) wählen wir aus Gründen der Passung das bisherige Design für den Austausch.Die erste Arbeitswoche vergeht äusserst schnell. Wir sind hauptsächlich damit beschäftigt, Teile, die ersetzt werden müssen aber noch nicht an Bord sind, zu beschaffen. Internet ist da Gold wert. Abends plumpsen wir müde ins Bett. Aber an den Wochenenden nehmen wir uns Zeit für Stadtbesichtigung und Ausflüge. Für einen schnellen Überblick gönnen wir uns ein Tagesticket für den Hop-on Hop-off Bus. Dieser fährt an allen Sehenswürdigkeiten vorbei, und über Kopfhörer bekommt man die wichtigsten Informationen dazu. Hier fahren wir gerade durch «Little India»Singapur: nicht nur ein Gewusel von vielen Menschen, sondern auch eine enorme Vielfalt von Kulturen und Religionen, die hier friedlich und entspannt nebeneinander leben.Wir sind angetan von der grandiosen Architektur! Was da in den letzten Jahrzehnten auf dem neu gewonnen Land (viel Baufläche ist durch Aufschüttungen geschaffen worden) hochgezogen wurde, ist einfach fantastisch.Ein weiteres Beispiel der spannenden Architektur: Parkroyal Collection Pickering, das «Hotel im Garten», ein revolutionäres Konzept. Das Gebäude weist über 15’000 Quadratmeter bepflanzte Fläche auf, mit hängenden Gärten, Wasserbecken und begrünten Wänden. Es wirkt wie ein tropischer Wald mitten in der Stadt.Natürlich halten wir auch immer Ausschau nach anderen Seglern. Und siehe da, eines Tages weht da eine weitere Schweizer Fahne in der Marina. Caroline und Jean-Luc (nicht im Bild, musste leider weg und Ersatzteile besorgen – was denn sonst, schmunzel) aus der Westschweiz sind nun auch schon einige Jahre mit ihrem Katamaran «Droitdevan» auf Weltreise.Bei der Durchführung des Services am Motor entdecken wir viel Öl im Ladeluftkühler. Auch haben wir in letzter Zeit bemerkt, dass unser Motor neuerdings Öl verbraucht. Untrügliche Zeichen, dass der Turbolader (Bild) eine Leckage aufweist. Da wir bereits vom letzten Service in Fiji wissen, dass sowohl Turbine als auch Verdichter deutliche Verschleissspuren zeigen, entscheiden wir uns für einen Ersatz. Volvo bietet uns als günstigste Variante einen revidierten Turbolader für sündhaft teure Preise an. Dank Internet können wir direkt vom lokalen Vertreter des Originalherstellers (IHI in Japan) einen fabrikneuen Lader zu einem mehr als 3 mal günstigeren Preis eruieren.Der Ausflug nach «Chinatown» ist eigentlich nichts Besonderes, denn rund 70% der Bevölkerung Singapurs hat chinesischen Hintergrund. Der Gegensatz von den eher kleinen Häusern dieses Viertels zu den Hochhäusern in der Marina Bay Gegend (Hintergrund) ist aber faszinierend.Auf unserem Ausflug werden wir uns bewusst, dass bald das Chinesische Neue Jahr beginnt. Das Jahr des Feuer-Pferdes beginnt am 17. Februar 2026. Wir wissen, dass in dieser Woche – wie bei uns ja zu Hause auch über die Neujahrszeit – niemand arbeitet. Ups! Ein kleiner Schwierigkeitsgrad in unserer Arbeitsplanung.Wer Goldschmuck kaufen will, der ist in Singapur genau richtig – insbesondere bei den Indern. Die Goldläden sind meist gut frequentiert, das Geschäft brummt. Das verwundert nicht. Die Preise hier sind ebenso gut wie in den Vereinigten Arabischen Emirate, und die Qualität der Schmuckstücke ist tadellos.Vor der National Gallery finden viele Veranstaltungen statt. Es ist immer etwas los. Als wir vor den ehrwürdigen Gebäuden vorbeischlendern, führen gerade junge Trommler eine Kostprobe ihres Könnens vor …… und auf einer Nebenstrasse findet gerade ein Wettbewerb im Schnellzeichnen statt.Mittlerweile ist das Schiff gewaschen und die noch vorhandene Farbe angeschliffen. Damit es bei den Stützen nachher auch Farbe hat, werden direkt neben den Stützen bereits kleine Felder vorgemalt. Hier im Bild werden die Stützen nun neu auf diese bereits fertig bemalten Stellen verschoben.Bei allen bisherigen Anstrichen wurde die Farbe mit einem Roller aufgebracht. In Singapur wird sie zum ersten Mal aufgespritzt. Die Mitarbeiter der Werft arbeiten sehr sauber und zügig. Hier decken sie die Partien des Schiffes ab, welche keine Farbe abbekommen sollen.Die erste Lage besteht aus schwarzer Farbe. Die zweite Schicht wird dann dunkelblau, ebenso die dritte Schicht, die zusätzlich an den Stellen mit hohem Abrieb (Bug, Leitkanten von Kiel und Ruder, Wasserlinie) aufgetragen wird. Falls du dich fragst, warum wir unterschiedliche Farben verwenden, hier die Antwort: da beim Segeln durch das Wasser die Farbe abgenutzt wird, hilft es zu wissen, wieviel Farbe noch vorhanden ist. Sobald Schwarz erscheint, wissen wir, dass wir an einen neuen Anstrich denken müssen.Natürlich ein Muss für jeden Besuch in Singapur: ein Besuch auf das oberste Deck des Marina Bay Sands Hotel, eines der weltberühmtesten Hotels. Es ist 57 Stockwerke (226 Meter) hoch. 2’561 Hotelzimmer, verteilt auf 3 Türme, die oben mit einem schiffsartigen Körper verbunden sind. Das Schiff soll an Singapurs Geschichte als wichtiger Handelshafen erinnern. Nebst der fantastischen Aussicht von ganz oben kann man ebenfalls einen Blick erhaschen auf das Highlight des Gebäudes: den riesigen, 150 Meter langen Infinity Pool auf der 57. Etage.Über Internet beschaffen wir uns ein Ticket für die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform des Sands Hotels. Um die Besucherströme zu steuern, erhalten wir eine vordefinierte Besuchszeit am Nachmittag. Perfekt, das gibt uns gerade Gelegenheit, einen der schönsten Parks der Welt, «Gardens by the Bay», zu besuchen. Der Park bedeckt eine Fläche von 101 Hektaren – riesig! Die 15 künstlichen Riesenbäume aus Stahl (Bild) sind das Wahrzeichen des Parks. Sie sind zwischen 25 bis 50 Meter hoch und bepflanzt mit echten Pflanzen und Blumen. Tagsüber sind sie grün und lebendig, nachts ein Lichterwunder erzeugt von bunten LEDs.Nebst den Riesenbäumen überrascht der Park mit verschiedenen Themengärten wie Kräutergarten, Blütengarten, Bauerngarten und vielen anderen, interessanten Themen. Im Kunstgarten scheint die Schwerkraft aufgehoben zu sein: die Baby-Statue aus Bronze und Stahl wiegt satte 7 Tonnen. Trotzdem wirkt sie leicht und schwerelos.Am frühen Nachmittag ist es soweit: wir dürfen aufs Aussichtsdeck des Marina Bay Sands. Das Bankenviertel im Hintergrund strebt nach Grösse und ExtravaganzAussicht auf den Park «Gardens by the Bay», im Hintergrund unzählige Frachtschiffe auf Reede.Und hier ein Geheimtipp: mit korrekter Kleidung (geschlossene Schuhe, Hemd mit Kragen, lange Hosen) darf man gratis mit dem Hotellift in die Hotelbar im 57. Stock und kann sich direkt am Rand des Infinity Pools mit einem leckeren Drink verwöhnen.Nur von der Hotelbar aus gelangt man in die Nähe des sagenhaften Pools, der ausschliesslich für Hotelgäste reserviert ist.Unseren neuen Turbolader (ähnlich wie der im Bild) holen wir genau 4 Tage nach Bestellung persönlich beim Lieferanten ab. Ein perfekter Kundendienst.Natürlich ist Singapur auch eine Stadt für Feinschmecker. Es gibt praktisch alles, was irgendwo sonst in der Welt auch als Spezialität angeboten wird. Wir lassen es uns gut gehen und kosten viele unterschiedliche asiatische Küchen. Hier gerade befinden wir uns in einer japanischen Sushi Bar: auf einem Förderband fahren unzählige Teller mit japanischen Köstlichkeiten vor dir durch. Du brauchst nur deine Hand auszustrecken und die Delikatesse auf dem Teller gehört dir.Mitte dieser Woche ein Highlight für mich: Besuch meiner ehemaligen Arbeitskollegen in Singapur. Zu meiner Zeit hiess die Firma noch ABB Turbocharger. Neue Manager in der ABB waren aber der Meinung, dass so banales Geschäft mit Metallteilen nicht zu ihrem Portfolio passe. Der Geschäftsbereich der Turbolader kam an die Börse und wurde verkauft. Der neue Name der Firma: Accelleron (Beschleunigung). Der Aktienwert hat sich seit der Gründung mehr als verdreifacht und die Aussichten sind weiterhin fantastisch. Zurück zu meinen Kollegen von damals: Jonah Cheng (rechts), Chefassistentin, ist ein absolutes Organisationstalent – es gibt nichts, was sie nicht in die Gänge bringen könnte. Cheefai Wong – einer der besten Technical Advisor (Technischer Kundenberater), der für uns gearbeitet hat. Die Beiden heissen uns willkommen und zeigen uns den heutigen Betrieb.Wie bei der Turbolader-Familie in Singapur üblich organisieren sie für uns Gäste einen traditionellen chinesischen Lunch. Nebst Jonah und Cheefai begleiten uns weitere ehemalige Arbeitskollegen zum Essen ein. Schön wars wieder mal zurück zu schauen.Nick Yong, der Accelleron Chef in Singapur (ganz links), ist einer der vielen tollen Service Stellen Leiter, die durch ihre Kundennähe das Turbolader Geschäft vorangetrieben haben. Ihn kenne ich schon über 20 Jahre. Zur Feier des Wiedersehens lädt er uns am Abend in seinen Club ein, wo wir, wie man sieht ein paar Drinks kredenzen.
Wir sind weiter mitten in den Arbeiten. Die Temperaturen im Schiff sind heiss und der Schweiss rinnt literweise von unseren Körpern. Am Abend sind wir jeweils nudelfertig und wir fallen früh ins Bett, das wir für die Zeit der Arbeiten ins Hotel der Marina verlegt haben. In der kommenden Woche erwarten wir nun die letzten Teile. Wenn alles optimal läuft könnten wir Ende Woche wieder im Wasser sein.
Es bleibt spannend! Folge der Lupina im Kielwasser!