Am 5. Februar verlassen uns Jasmin, Jan und die beiden Enkelkinder wieder in Richtung Schweiz. Es ist für uns eine wunderbare Zeit gewesen und wir haben uns über ihren Besuch sehr gefreut. Da unsere nächsten Besucher erst Mitte März in Jamaica zu uns stossen und wir bis dahin viel Zeit haben, beschliessen wir spontan, noch ein paar Tage länger in Bayahibe zu bleiben. Bayahibe ist ein altes Fischerdorf, das aber schon seit vielen Jahren für Touristen aus der ganzen Umgebung als Hauptausgangspunkt für Exkursionen nach Isla Saona und Isla Catalina gilt. Zwischen morgens 8 und 10 Uhr kommt eine Bus nach dem anderen und spuckt seine Touristen in grossen Mengen auf die bereitstehenden kleinen Schiffe aus. Dann kehrt tagsüber beschauliche Ruhe ein. Das umgekehrte Schauspiel dann am Nachmittag zwischen 16 und 17 Uhr. Abends sind nur Einheimische und Expats, die hier in der Touristenbranche arbeiten, im Dorf. Man kennt sich und das Leben wirkt sehr familiär.
Bayahibe am späteren Nachmittag: die unzähligen Ausflugsboote entladen ihre Touristenfracht. Landestege gibt es keine. Die grösseren Schiffe ankern weiter draussen und laden ihre Fracht auf kleine Shuttle-Boote um. Die kleineren Schiffe fahren direkt ans UferImmer gegen Abend eilen Strassenverkäufer herbei …… vollbepackt mit allerlei Zeugs für die von den Schiffen strömende KundschaftNachdem dieser Spuck vorbei ist, sammeln Transportboote die Crews und Putzequipen von den Touristenbooten ein und bringen auch diese an Land. Ab jetzt kehrt idyllische Ruhe ein in DorfEine gefundene Kuriosität. Offenbar ist die Strasse mal saniert und gleichzeitig angehoben worden. Der Hydrant aber nicht – wozu auch, er funktioniert ja noch 😊 Das ist übrigens sehr normal in der Karibik: wenn etwas noch funktioniert, wird nichts gemacht. Wenn etwas nicht mehr funktioniert, wird so lange gebastelt und gewerkelt, bis es wieder funktioniert. Ob dann etwas anderes nicht mehr richtig geht, das kümmert dann keinenEine weitere Beobachtung: am Anfang unseres Aufenthaltes sehen wir, wie an der Strasse entlang so alle 20 bis 50 Meter tiefe Löcher im Boden entstehen, die jeweils von einem Mann von Hand ausgehoben werden. Dies über mehrere Kilometer der Zufahrtsstrasse entlang ins Dorf. Eine Woche später wissen wir, wozu die dienen: es werden neue Strommasten gestellt und gleich auch mit Stromkabeln belegt. Wir finden, das geht extrem speditiv. Als wir dann aber die Arbeitstechnik sehen, wie die alten Kabel an den neuen Masten befestigt werden – naja, arbeitssicherheitsmässig sehr, sehr fraglich ☹Nachdem Pia ihre Magen/Darm-Grippe mit hohem Fieber (vermutlich haben die Enkelkinder etwas bei ihr hinterlassen 😊) nach acht Tagen einigermassen überstanden hat, mieten wir in Bayahibe nochmals ein Auto und erkunden den östlichen Teil der Dom Rep. Hier treffen wir hauptsächlich landwirtschaftlich genutztes Land anDie Fahrt führt uns nach Sabana de la Mar. Hier könnte man mit der Fähre über die grosse Bucht rüber auf die wunderschöne Halbinsel von Samana. Früher war es eine Autofähre. Seit es aber im Norden eine gut ausgebaute Zufahrtsstrasse gibt, befördert die Fähre (ganz am Ende des Steges) nur noch Personen. Leider reicht uns die Zeit nicht für einem Kurztrip nach SamanaDie Rückfahrt nach Bayahibe führt uns durch wunderschöne Landschaft mit vielen noch sehr natürlichen Flüssen. Nachdem wir lange Zeit auf trockenen Inseln verbracht haben, eine Wohltat fürs AugeValentinstag und unser letzter Sonnenuntergang in Bayahibe. Wir genehmigen uns in der «Barca Bar» nochmals den «besten Mojto» in Town. Am nächsten Tag wollen wir Anker lichten und weiter Richtung WestenHier in der Dom Rep darf man nicht einfach von einem Ankerplatz zum nächsten segeln. Das Gesetz verlangt, dass man sich am alten Ort bei der Navy (spanisch: Armada) abmeldet. Diese Behörde stellt ein sogenanntes «Despacho» aus, eine Art Passierschein, den man am neuen Ort abgeben muss. Eigentlich ein mühseliger Prozess. Da aber die Armada meist direkt am Strand irgendwo einen Posten hat, ist der Aufwand nicht allzu gross. Hier ist Köbi am Tag unserer Abreise aus Bayahibe gerade unterwegs zum Stützpunkt der Armada und holt unser «Despacho»Unsere nächste Station für zwei Nächte: Isla Catalina. Ein wunderschöner Ankerplatz ganz für uns alleine. Tagsüber kommen nur ein paar wenige Touristenboote, in der Nacht sind wir die Einzigen in der schönen BuchtMorgens um 11 Uhr. Der Strand ist fast menschenleer. Wir staunen über die riesige Menge an Strandstühlen und die doch sehr aufwändige InfrastrukturLeere Strandstühle so weit das Auge reicht. Verwundert fragen wir einen der Männer, die diese Stühle aufstellen: «Wozu so viele Stühle?». Er erklärt uns, dass immer am Dienstag ein grosses Kreuzfahrtschiff direkt vor der Küste seinen Anker wirft und rund 3’000 Passagiere auf die Insel schickt. Essen und Getränke werden direkt vom Kreuzfahrtschiff auf die Insel gebracht, um die Passagiere einen Tag lang auf der Insel zu verwöhnen, «all inclusive». Für die Einheimischen springt da ausser ein paar Souvenirverkäufe wohl wenig abWir werden dann aber doch noch fündig: es gibt Leben auf der Insel. Nebst ein paar wirklich fantastisch singenden Vogelarten (wir haben sie nur immer gehört, vor die Linse brachten wir sie nicht) haben wir ein paar Echsen angetroffen. Einige finden sich nur auf dieser Insel, wie dieses spezielle Exemplar. Typisch für diese Art ist der aufgerollte SchwanzNur zu gerne hätten wir das Spektakel mit dem Kreuzfahrtschiff erlebt. Da wir aber rund 45 Seemeilen weiter wollen nach Boca Chica, um von dort aus das Land weiter zu erkunden, entscheiden wir, nicht länger zu bleiben. Wir haben einen guten Wind von hinten und unter Schmetterlingsbesegelung (= ein Segel nach Steuerbord, das andere nach Backbord) machen wir gute Fahrt. Früher als erwartet sitzen wir bereits um 4 Uhr nachmittags in der wunderschönen Bar der Marina ZarPart von Boca Chica beim Anlegertrunk
Boca Chica liegt hinter einem grossen Riff, das die Wellen bricht und das Wasser glättet, obwohl der Wind öfters landwärts bläst. Ein lang gezogener Sandstrand macht diesen Ort, der nur rund 20 Kilometer von der Hauptstadt Santo Domingo entfernt liegt, sowohl für Einheimische wie auch internationale Touristen zu einem der bekanntesten Badestrände der Dom Rep. Wir wollen von hier aus mit einem Mietauto für ein paar Tage den Norden und das Zentrum des Landes bereisen, und der Lupina mal etwas «Ferien» im sicheren Hafen gewähren.
Die Fahrt quer durch das Land zur Halbinsel Samana führt uns durch sattgrünes Landwirtschaftsland. Hier werden Hirse und Reis angepflanztAttraktion in Samana: Die Fussgängerbrücke «Puente Samana». Mit dieser recht pompös und mit massiven Betongeländern gebauten Verbindung gelangen wir zu Fuss zu zwei vorgelagerten kleinen Inseln. Im Bild der zweite Teil, der mit etwas mehr als 500m recht imposant istFahrt nach Las Galeras an die Nordküste der Halbinsel Samana durch wunderschöne LandschaftUnser erster Reisetag endet in Las Galeras in einem Hotel. Vorreservation haben wir keine, Da es Zwischensaison ist, finden wir problemlos eine Bleibe. Unser Hotel liegt direkt an der Küste, nur durch eine Pferdeweide vom Strand getrenntDas Hotel verbindet dominikanisches Flair mit europäischer Qualität (es wird von einem Franzosen geführt). Die Wäscherei ist, typisch für die Dom Rep, im Hinterhof im Freien …… und die Wäsche wird durch Sonne und Luft getrocknetDie Strassen sind allgemein in gutem bis sehr gutem Zustand, so lange man sich auf den Hauptachsen bewegt. Der Verkehr ist meistens gering. Immer wieder trifft man auf Baustellen, wo die bestehende Infrastruktur repariert oder verbessert wirdDie Nordküste der Dom Rep ist geprägt durch offene Palmenwälder, die bis an den Strand reichenMittagsrast bei unserem 2. Reisetag. Cabarete ist vor allem unter Windsurfern und Kytern sehr bekannt und beliebtUnsere zweite Nacht verbringen wir in einem Hotel mitten im alten Stadtteil von Puerto Plata. Köbi ist zwar etwas enttäuscht über das nur spärliche Nachtleben im Zentrum (das findet eher ausserhalb der Stadt in den Hotelkomplexen statt), wir werden aber entschädigt durch wunderschön restaurierte alte Kolonialbauten. Bei der Suche nach einer Nachtessgelegenheit werden wir auf der Strasse von einem Promotor angesprochen. Nach kurzem Gespräch mit ihm stellt sich heraus, dass er mehrere Jahre in Zürich in der Nähe des Limmatplatzes gearbeitet hat und perfekt Schweizerdeutsch versteht. Nun hilft er seinem Bruder, sein neu eröffnetes Restaurant in einem restaurierten Kolonialbau zu beleben. Passt perfekt für uns, und wir geniessen ein feines Essen professionell zubereitet uns serviert in einem wunderschönen, sicher über 300 Jahre alten GebäudeUnd zum Absacker dann einen Pina Colada in einer für den Karneval dekorierten SeitengassenAm nächsten Tag werden nach einer kurzen Anfahrt die Wanderschuhe geschnürt. Ja, ihr habt richtig gelesen: nicht Flip-Flops, sondern richtige Wanderschuhe. Der Grund: es hat in der Nacht geregnet, und der erdige Boden ist recht glitschig. Wir marschieren zu einem Wasserfall in den Bergen: dem «Salto de Jimenoa». Eigentlich hatten wir beabsichtigt, die berühmten «27 Saltos» ganz in der Nähe von Puerto Plata zu besuchen. Als wir aber dort angekommen sind, hat uns der Touristenaufmarsch fast erschlagen. Sofort wieder aufs Gaspedal und weiter zum «Salto de Jimenoa»Hier beim «Salto de Jimenoa» finden wir eine intakte, unverdorbene und fast menschenleere Natur anDer Wasserfall «Salto de Jimenoa»Die höchstgelegene (1’283m) Stadt in der Karibik: Constanza (60’000 Ew.)Eines der Haupttransportmittel in der Dom Rep sind die Motorräder. Man findet sie in allen Formen, Stärken und Beladungen. Was sehr wohltuend im Vergleich zu etwa den ABC Inseln ist: hier werden die Motorräder als Transportmittel und nicht als Lärmmacher benutzt. Oftmals sind sie sogar erstaunlich leiseAm 4. Reisetag verlassen wir Constanza in Richtung Gebirge. Kurz nach der Stadt endet die Teerung und die restlichen rund 20 Kilometer bis zu unserem Ziel führen über Natur und Schotterstrasse (Köbi liebt das 😉)Ziel unserer Fahrt: der Wasserfall «Salto de Aguas Blancas», der mit 83m auch der höchste Wasserfall in der Karibik ist. Erstaunlicherweise ist er in keinem unserer Reiseführer erwähnt. Dank Internet haben wir ihn gefunden und zu unserem Reiseziel gemacht. Die Anfahrt über die Schotterstrasse ist vielleicht etwas mühsam, wir werden aber durch ein schönes Erlebnis belohnt. Der Fluss wirft sich in drei Stufen in die Tiefe. Im Bild sieht man den Beginn des 2. Wasserfalles (dieser ist im Bild nicht ersichtlich). Unter dem 2. Wasserfall bildet sich ein See (Bildmitte) von wo sich dann das Wasser über den 3. Wasserfall 83 Meter in die Tiefe stürzt. Vom Aussichtspodest links der Bildmitte ….… ist dieses Bild aufgenommen: unterer Bereich des 2. Wasserfalles mit SeeUnd das ist er: der mit 83 Meter höchste Wasserfall in der Karibik. Für uns einer der eindrücklichsten Wasserfälle in der KaribikWeiterfahrt zurück zur Lupina in Boca Chica via Hochebene von Constanza. Das Landschaftsbild wird dominiert durch vorwiegende agrare Landwirtschaft. Wir möchten auch hier den höchsten Berg der Karibik «Pico Duarte, 3’087m» besteigen. Dafür hätten wir aber mindestens zwei weitere Tage benötigt. Da aber unser Touristenvisa am nächsten Tag abläuft, müssen wir zurück um die Verlängerung in Boca Chica einzuholen. Schlecht geplant, schade!Überall, wo es irgendwie geht, werden Gemüse und Früchte angebautEiner der unzähligen Früchte- und GemüseständeWir decken uns tüchtig ein mit den feinen Sachen, die direkt vom Bauern kommen, und füllen damit den Bauch unserer Lupina
Letzter Ausflug von Boca Chica aus, bevor es dann westwärts weitergeht: das Naturphänomen «Los Tres Ojos» in einem Park mitten in der Grossstadt Santo Domingo. «Los Tres Ojos» heisst auf Deutsch «die drei Augen». Damit sind drei unterirdische Seen gemeint, die entdeckt wurden, als vor vielen Jahren bei Erdbeben die Felsendecken darüber eingestürzt sind. Später wurde noch ein vierter See entdeckt, der aber noch komplett überdeckt und nur mit einem Floss über den dritten See zugänglich ist
Unscheinbarer Eingang in das unterirdische LabyrinthAbstieg in die Tiefe zu einem der SeenBlick aus der Höhle auf den vom Tageslicht erhellten See
Morgen Montag lösen wir die Leinen, verlassen Boca Chica und
machen uns auf Richtung Westen nach Port Antonia in Jamaica. Wir haben soeben
unser «Despacho» erhalten (weil es schon nach 17 Uhr war, verlangte der
leitende Beamte eine Gebühr. Auf die Frage «wieviel?» zuckt er mit der Schulter
und bedeutet mir, dass ich entscheiden soll. Aha -keine Gebühr, sondern
Trinkgeld! Ich gebe umgerechnet vier Dollar. Erstaunt bin ich dann, als ich
sehe, wie der leitende Beamte das Geld redlich unter den anwesenden Soldaten
verteilt.
Wenn Wind und Wetter es erlauben, wollen wir in einer Woche in Jamaia
eintreffen. Dort beabsichtigen wir, das Schiff (erstmals seit September 2018)
aus dem Wasser zu nehmen und das Antifouling (Farbe am Unterwasserschiff,
welche den Algen- und Muschelbewuchs verhindert oder reduziert). Die rund 410
Seemeilen werden wir in kleineren Etappen einteilen und ab und zu noch einen
kleinen Landgang einschalten. Unser erster Stopp wird Las Salinas sein, das
rund 65 Seemeilen westlich von Boca Chica liegt.
Bleib der Lupina auf der Fährte, oder besser gesagt: im
Kielwasser 😊
Der folgende Beitrag wurde von den Besuchern verfasst – vielen Dank!
Die Vorfreude auf den längst überfälligen Besuch der Lupina
mit ihrer Crew Grossmami Pia und Opi Köbi war riesig. Wir, Pias Sohn Jan und
dessen Ehefrau Jasmin mit den Grosskindern Jael (4) und Luisa (1), wagten
dieses Abenteuer.
Mit Gepäck und Kindern vor der Abreise
Die Ankunft nach dem 10-stündigen Flug von Zürich nach Punta
Cana hätte dann auch nicht besser sein können. Pia und Köbi erwarteten uns am Flughafen,
wo wir sie endlich in die Arme schliessen durften.
Mit einem Mietauto inkl. Kindersitz, was für dominikanische
Verhältnisse nicht selbstverständlich ist, fuhren wir die 70km nach Bayahibe.
Grossmami Pia hat extra Schwimmwesten angeschafft, in welche wir Luisa und Jael
einpackten, um mit dem Dinghi ungefähr 400m bis zur Lupina zu fahren. Von dieser
sahen wir von weitem aber nur das leicht wippende Ankerlicht, da bereits dunkle
Nacht war.
Da es nirgend eine Steg für Boote gab, wurden wir direkt am Strand ins Dinghi „verladen“
Nach Ankunft auf der Lupina und der zusätzlichen Dinghifahrt
für den Transport unseres Gepäcks erhielten wir eine Schiffsführung von den
stolzen Eigentümern. Und wir müssen sagen, es lässt sich wirklich gut auf der
Lupina leben. Alles ist vorhanden und in den unzähligen Schränklein gut
organisiert verstaut.
Müde und noch etwas seeunsicher legten wir uns alle bald
schlafen und liessen uns von den Wellen in den Schlaf schaukeln. Schon
vorneweg: wie von Pia vorangekündigt haben auch wir wunderbar auf der Lupina
geschlafen.
Auf der Lupina schlafen alle gut – Mädels am Schlafen
Das Beobachten des Sonnenaufgangs am nächsten Morgen war ein
wunderbarer Moment. Nach dem Schiffsfrühstück beobachteten wir das rege Treiben
der Touristenboote, welche sich allesamt Richtung Isla Saona aufmachten. Auch
unser Tagesziel war diese vorgelagerte Insel, jedoch erst gegen Nachmittag,
wenn alle Touristen wieder auf den Heimweg gingen. In einer wunderschönen Bucht
ankerten wir und genossen die herrliche Aussicht ins Paradies. Der Ankertrunk umrundete
diese einmalige Stimmung. Pia zauberte ein wunderbares Fingerfood-Buffet aus
der kleinen Bordküche.
Saona – das bedeutet traumhafte Sandstrände …… sattes Grün bis an den Strand …… und ein toller Ankerplatz für Lupina, nachdem alle Partyboote wieder nach Hause gefahren sind
Mit dem Dinghi an Land genossen wir die Abendstimmung und
den einsamen Strand mit Palmenwald im Hintergrund. Nur leider waren
irgendwelche kleine Stechmücken im Sand, welche hauptsächlich die Erwachsenen,
allen voran Jasmin, gestochen haben. Doch der traumhafte Sonnenuntergang liess
das Jucken vergessen.
Fam. Photo am Strand von SaonaDie Kinder (und auch der Papi) geniessen Sonne, Sand und Wasser vor der unbewohnten Insel
Einen weiteren Tag auf der Isla Saona und in einer neuen
Bucht genossen wir mit Baden und guten Gesprächen. Wir waren sehr positiv
überrascht, wie schnell sich unsere Körper mit kleiner Unterstützung an den
Wellengang gewöhnt hatten. Den Kindern waren die Bewegungen der Lupina von
Anfang an egal.
Grossmami Pia weist die Grosskinder ins Dinghifahren einOpi Köbi zeigt uns, wie man eine Kokosnuss öffnetSogar ins SUP Fahren werden unsere beiden Kleinen eingeführt
Am nächsten Tag ging die Fahrt wieder zurück nach Bayahibe,
wo die Lupina vor unserem Hotel ankerte. Das Ankern brauchte jeweils viel
Fingerspitzengefühl und Zeit, was wir nicht erwartet hatten.
Jael hilft beim Suchen des besten AnkerplatzesBayahibe auf der Dominikanischen Republik – unser idealer Ferienort
Köbi fuhr uns mit dem Dinghi an den Hotelstrand, wo wir versuchten zu erklären, dass wir zum Check-in in die Reception wollten. Die Funkerei hatte dann bald ein Ende und wir wurden von verschiedenen Leuten zur Lobby geführt. Mit vielen Erklärungsversuchen, dass wir vom Wasser und nicht wie üblich via Landweg her kamen, konnten wir die Fragezeichen der Angestellten, wo denn unser Gepäck sei, auflösen. Zwei starke Männer, Köbi und Jan, schleppten die Koffer über den Sand zu unserem Zimmer, welches wir für acht Tage bezogen. Das Hotel war wunderschön gelegen und bescherte uns mit dem all inclusive (ohne Armbändel – ist für das weitere Verständnis des Textes wichtig) sehr gemütliche, unkomplizierte Ferientage. Das Baden und Verweilen am Strand genossen wir sehr. Jael wollte das Meer nicht mehr verlassen. Ganz wie eine Meerjungfrau 😊
Jael ist sichtlich in ihrem ElementSogar eine riesige Sandburg wurde gebaut! OK, Opi und Papi haben tüchtig (und gern 🙂 geholfen
Pia und Köbi besuchten uns immer wieder im Hotel, entweder
mit dem SUP und dem Schnorchel oder dann zu Fuss, wobei das «Reinkommen» immer
brenzliger wurde gegen Ende des Aufenthaltes. Da es keine Bändel oder
Abgrenzungen am Strand gab, haben sich die beiden als Hotelgäste des Zimmers
5203 ausgegeben und ab und zu mit uns einen Cocktail genossen.
Jan wurde bald zum Dinghi Kapitän ernannt für Transporte zwischen Lupina und HotelSicht von der Hotellobby inkl. Lupina im HintergrundAbendstimmung am Hotelstrand – Cocktails gratis inclusive
Der Besuch des Fischerdorfs Bayahibe liess uns in den
karibischen Alltag eintauchen, welcher schon ein anderer ist, als wir es
gewohnt sind. Jan hat bei einem WC-Besuch selbstverständlich Fotos geschossen
für den «Bude-Chat», um seine Arbeitskollegen vor eine spannende sanitäre
Aufgabe zu stellen.
Typische Häuser in Bayahibe: ein Stock, Holz und meistens nur ein grosser Raum. Wichtig: es darf bunt seinEs gibt keine Anlegestege im ganzen Hafengebiet, dafür sieht es sehr idyllisch ausAm Dorfhafen von Bayahibe, wo morgens um 9 Uhr und nachmittags um 16 Uhr Touristen in enormen Mengen zu und von den Ausflugsschiffen strömenSchuhverkauf auf die dominikanische ArtDas Lieblingsrestaurant von Pia und Köbi (hier durften sie jeweils auch ihr Dinghi anlanden) und ja, eben, das besagte Photo der sanitarischen Anlagen. Nichts für sensible Nerven
Der Segelausflug zur Isla Catalina hatte trotz wenig Wind
einen relativ hohen Wellengang, welcher Jasmin mit frischem Wind im Gesicht und
Liegen bei der Heimfahrt doch als sehr speziell in Erinnerung blieb: uns
besuchten vier Delphine, welche sich ein Spiel mit der Lupina erlaubten. Köbi
und Pia hatten mit den beiden Mädels einiges zu tun, da sie leider beide etwas
Fieber hatten und sich höchstwahrscheinlich wegen der Grippe den Magen erleichtern
mussten.
Grossmami Pia kümmert sich rührend um Jael, die nur mit Schwimmweste an Deck durfte
An einem weiteren Tag besuchten wir mit einem Mietauto die
Hauptstadt Santo Domingo. Nur schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Die
sehr gut ausgebaute Schnellstrasse/Autobahn führte manchmal praktisch durch ein
Dorf/eine Kleinstadt. Dank dem kleinen unabsichtlichen Umweg in Santo Domingo
sind wir mitten durch einen einheimischen Kleider- und Schuhmarkt gefahren: Kleider
auf Bergen, Schuhe in Unmengen aufgestapelt und die Leute wühlten sich durch
die Sachen. Die Altstadt und der kleine Rundgang haben uns sehr gefallen: sehr
gepflegt und auch etwas touristisch.
Santo Domingo, Zona Colonial: die erste Siedlung in der westlichen Hemisphäre durch die Spanischen Eroberer nach der Entdeckung durch Christopher ColumbusDie meisten Gebäude datieren zurück ins 15. und 16. JahrhundertSpanischer Stier aus Eisen
Bei den abschliessenden Badetagen liessen wir unsere Ferien
ausklingen. Es war so schön für uns zu sehen, wie gut es Pia und Köbi auf dem
Schiff haben und ihren Traum leben. Und perfekt: wir durften für einen kurzen
Moment einen Teil davon sein. Wir werden diese Reise auf jeden Fall für immer
in unseren Herzen behalten.
Grossmami Pia (hier mit Jael) …… und Opi Köbi (hier mit Luisa) haben unsere Kinder genossen …… wir hatten wunderschöne Ferien