Das Umbenennen eines Schiffes ist nicht so einfach und es muss ein bestimmtes Ritual eingehalten werden, so dass die Meeresgötter uns gut gesinnt sind.
Schritt 1: Der alte Namen ist überall zu entfernen.
Schritt 2: Der alte Namen wird ertränkt. Dazu sind wir aufs Meer hinausgefahren, haben einen Gegenstand, auf dem der alte Namen stand ins Meer geworfen, und dann eine Flasche vom Lieblingsgetränk der Mannschaft langsam ins Kielwasser gegossen um die Schlange „Macoui“ betrunken zu machen. Mit 3 scharfen Rundwendungen haben wir dann der Schlange „Macoui“ symbolisch den Kopf abgetrennt und sie getötet. Der alte Name ist somit definitiv vom Schiff getrennt.


Schritt 5: nun erfolgt die eigentliche Taufe. Der Taufende sollte weiblich, nicht rothaarig und nicht schwanger sein, und keine grünen Kleider tragen. Pia ist perfekt geeignet dafür 🙂
Unser Tauftext lautete:
En Sägelyacht hämmer eus scho lang gewünscht!
Mer händ vili Schiff agluetet, du bisch es gsi, wo eus gfalle hät, mit dinere tolle Usstattig ond dinere Eleganz. Mer händ eus gfunde ond das macht eus glücklich!!
Bim Name für dich, hämmer vili Ideee gha. Aber irgendeinisch hämmer gspürt, dass din Name öppis mit eusere alte Heimat sell verbinde. Er muess wieblich sy und schön klinge.
«Lupina», die kleine Wölfin, de Name vo eusem Dorf Wölflinswil, isch d`Verbindig vo eusere alte zu de neue Heimat!!
Will du für die nächschti Zuekunft eusi Heimat bisch, wirsch du uf de Name tauft.
Liebs Schiff, mir taufe di uf de Name „Lupina“. Mir wünsche dir allzyt en gueti Fahrt und immer en handbreit Wasser unter dim Kiel!!
«hipp–hipp-hurra, hipp–hipp-hurra, hipp–hipp–hurra!»

Beim Zerschellen der Flasche ist der Korken unversehrt im Flaschenhals stecken geblieben. Ein gutes Zeichen – der Meeresgott Neptun freut sich darüber und ist uns gut gestimmt!

Der Abschluss der Zeremonie: ein Festessen!!
Lupina und Crew: Allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel, den Wind von hinten und die Sonne von vorne.
Liebe Grüsse aus Seoul, Oliver