Fatu Hiva ist die südlichste Insel der Marquesas. Sie hat die Form einer Mondsichel, die nach Westen geöffnet ist. Sie ist rund 10 Kilometer lang und 4 Kilometer breit. Die Vulkaninsel ist gekennzeichnet durch steil abfallende Felswände, die hunderte von Metern in die Tiefe stürzen
Auf Fatu Hiva machen wir uns auf die Suche nach den Spuren von Thor Heyerdahl. Der berühmte Norweger träumte seit seiner Schulzeit davon, selbst auszuprobieren, ob der Mensch von heute im Stil des Steinzeitjägers überleben kann – ohne technische Hilfsmittel, ohne Medikamente. Nach längerem Suchen auf Landkarten, in geographischen Büchern und Reiseberichten früherer Expeditionen nach besonders schönen und einsamen Fleckchen Erde stiess er auf Fatu Hiva in den Marquesas.
Fatu Hiva ist reich an Vegetation, Nahrung und Trinkwasser. Die regelmässigen Niederschläge, meist kurz von Dauer aber tropenartig heftig, kurbeln das Wachstum der Pflanzen an
Im Jahr 1937 kommt der junge Zoologie Student Heyerdahl mit seiner Gattin Liv zuerst nach Tahiti, wo ein Häuptling die Beiden in die Kunst zu leben und überleben einweist. Kurz danach setzt ein alter Frachter das junge Paar am Zielort aus und verspricht, sie nach einem Jahr wieder abzuholen. Den beiden Zivilisationsflüchtlingen erschein Fatu Hiva paradiesisch: verschwenderische Vegetation, weisser Sandstrand und lauter temperamentvolle und offenbar im Einklang mit der Natur lebende Menschen. Den Fremden wird bereitwillig ein Stück Land auf einer ehemaligen Königsterrasse oberhalb des Dorfes Omoa verpachtet und schnell werden sie mit den Einheimischen vertraut. Ungewollt gerät dann das junge europäische Paar zwischen die Fronten zweier sich rivalisierender Missionare, die Zwietracht und Streit in der Bevölkerung sähen. Von Stechmücken geplagt, gepeinigt von schmerzhaften Geschwüren an den Beinen, müssen die beiden Norweger dann in einem offenen Boot auf dem stürmischen Meer wieder nach Tahiti fahren, um medizinische Hilfe zu suchen. Sie müssen feststellen, dass es für den modernen Menschen tatsächlich kein «Zurück in die Natur» mehr gibt.
Wir machen uns auf die Suche nach den Spuren von Thor Heyerdahl …… finden dann aber ausser wild wachsenden Pfefferschoten …… und einem ruhig dahin plätschernden aber hohen Wasserfall (hier mit Rita und Daniel, SY Maramalda) leider keine Hinterbleibsel von Heyerdahls Aufenthalt auf Fatu Hiva. Die Bevölkerung hat das Norwegische Paar leider vergessen
Eine andere Erkenntnis hat Thor Heyerdahl bei seinem Aufenthalt auf Fatu Hiva gewonnen: die Menschen, die hier leben, könnten durchaus von Indianern in Südamerika abstammen. Bisher hat man geglaubt, die Besiedlung von Polynesien habe von Asien aus stattgefunden. Hier fasste Thor den Entschluss, durch einen praktischen Versuch zu zeigen, dass man mit einem Floss von Südamerika nach Polynesien kommen kann. Diese erfolgreiche Flossfahrt hat ihn dann weltberühmt gemacht. Schade, dass sich hier in Fatu Hiva keine Spuren dieses praktisch veranlagten Zoologie-Studenten mehr finden lassen.
Wir finden zwar nichts von Thor Heyerdahl – stossen aber immer wieder auf feine Früchte. Hier grosse, sehr süss-saftige Pampelmusen (Grapefruit), die uns ein Einheimischer in die Hand drückt. Im Gegensatz zur Bevölkerung von Gambier, die dank der Perlenzucht einen gewissen Reichtum erlangt hat, sind die Leute hier immer noch auf Tauschhandel angewiesen. Für ein altes Seil oder ein nicht mehr gebrauchtes Werkzeug kriegen wir Berge von frischen FrüchtenWir ankern vor dem kleinen Dorf Hanavave und werden bei unserem ersten Landgang von Serge (Bild Mitte) gefragt, ob wir einmal bei ihm Nachtessen wollen, alles einheimische, traditionelle Kost. Natürlich wollen wir! Zusammen mit der Crew von SY Maramalda geniessen wir ein üppiges Mahl: Mango Salat, gebratenes Wildhühnchen, Reis, Kochbananen, Brotfrucht Frites, in Kokosmilch und Zitronensaft eingelegter roher Fisch und ein Pampelmuse Fruchtteller zum Abschluss. Bis auf den Reis wächst hier alles in freier Natur. Lecker! Unsere Bäuche sind randvollVon Hanavave (500 Einwohner) wollen wir zum einzigen anderen «grossen» Dorf auf der Insel: Omoa (600 Einwohner). Es schlängelt sich eine steile, abenteuerliche Strasse (nur mit Geländefahrzeug befahrbar) von Hanavave nach Omoa, 17 Kilometer weit. Wir könnten den Hinweg zu Fuss machen und dann per Boot zurück. Die Bootsfahrt der Küste entlang dauert nur 15 Minuten. Aber wir wissen nicht, ob wir in Omoa jemanden finden, der uns zurückbringt. Wir erfahren, dass zweimal die Woche früh am Morgen eine Fähre von den Nachbarinseln nach Omoa und Hanavave fährt. Ganz selten steuert sie Hanavave als erstes an. Wir haben Glück! Wir sind noch in unserem Cockpit beim Frühstück, als wir die Fähre erspähen. Schnell Rita und Daniel auf der SY Maramalda angefunkt, Kaffee runter gestürzt und ins Dinghi gesprungen. Wir holen Rita von der Maramalda ab, Dani fährt uns mit unserem Dinghi zur inzwischen geankerten Fähre (rotes Schiff im Bild) und schon sind wir an BordTiki in Omoa. Ein Tiki ist eine meist aus Stein oder Holz gehauene Figur, die ein männliches oder weibliches Wesen darstellt. Die Figuren haben eine spirituelle Kraft und symbolisieren Dinge wie Zufriedenheit, Stärke, Zuversicht, Energie, positiven Geist, Ehrlichkeit, Reinheit, Weisheit, Ehre und vieles mehr. Bei ihnen haben sich früher die Menschen Rat und Hilfe gesucht. Das findet auch heute zum Teil noch statt, aber diese lange überlieferte Tradition wurde von den Missionaren leider fast gänzlich ausgelöscht. Mit dem Herstellen von Tikis für Touristen aus aller Welt verdienen aber viele Inselbewohner heute ihr Geld. Nach und nach kommen die Tikis wieder als Glücksbringer in die Häuser der Einheimischen zurück. Schön!Kirche von Omoa. Im Vergleich zu den monströsen aber zerfallenden Kirchen von Gambier sind die Kirchen hier eher klein, unscheinbar, aber sehr schön gebaut und gut unterhaltenAuf unserem 17 Kilometer langen Fussmarsch von Omoa zurück nach Hanavave werden wir von einem Wolkenbruch überrascht. Unter dem Blätterdach eines Baumes am Strassenrand bleibt das Gemüt trotzdem sonnig 😉Unterwegs zwischen Omoa nach Hanavave. Die eine Hälfte des Weges geht es steil aufwärts, die andere Hälfte wieder steil hinunterFatu Hiva – phantastische NaturlandschaftPia und Rita – wohlverdiente Rast. Es könnte irgendwo in den Schweizer Alpen seinAus luftiger Höhe Blick in die Bucht von Hanavave mit Lupina vor Anker (Boot ganz links)Am Tag vor unserer Weiterfahrt werden wir von Lea und Sopi, einheimische Bauern, angefragt, ob wir für seinen Bruder auf der Nachbarinsel einen Bananentransport übernehmen würden. Natürlich willigen wir ein und hohlen am nächsten Morgen eine grosse Fracht an Bananen, gut verpackt in weissen, gewobenen Säcken, am Steg von Hanavave ab. Als Lohn für unseren Dienst erhalten wir eine grosse Menge an frischen Früchten und sogar AuberginenVor Anker in der Bucht von Vaitahu auf der Insel Tahuata (unser Schiff ist das 2. von rechts). Hier liefern wir die Bananen ab. Gerne hätte uns Sopi’s Bruder zum Essen bei sich zu Hause auf der anderen Inselseite eingeladen, aber der Schwell am Steg ist so heftig, dass wir unser Lupinchen nicht einen ganzen Tag lang dort leiden lassen wollen. Schweren Herzens lehnen wir die Einladung abDieser Stein vor dem Rathaus in Vaitahu zeugt davon, wie der Name der Marquesas Inseln ursprünglich war: „Fenua Enata“ (Terre des Hommes / Land der Menschen). Leider meinten die Eroberer im 16. Jahrhundert, einer der Sponsoren einer Expedition müsse mit seinem Namen hier verewigt werdenKirche von VaitahuKirche von Vaitahu. Die Seitenwände sind noch oben offen und erlauben eine gute Luftzirkulation. Es ist angenehm kühl in der KircheSonnenuntergang am Ankerplatz von VaitahuNach der Bananenlieferung gesellen wir uns wieder zur SY Maramalda, die aus Respekt vor dem Schwell in Vaitahu direkt zur nächsten Bucht Hanamoenoa weitergefahren istLetzter Ankerstopp auf der Insel Tahuata in der Bucht von Hapatoni. Hier liegen wir in ruhigem Wasser vor einem steil abfallenden Palmenhang. Die Abendsonne bringt die Farben zum Leuchten. In dieser Bucht lebt eine grosse Familie von Delfinen, die jeden Morgen im Schwarm auf Fischfang gehen. Ein tolles SpektakelAuf unserem Landgang in Hapatoni haben wir erstmals die Gelegenheit zu sehen, wie für die Copra Produktion (Kokosölproduktion) die Kokosnüsse gesammelt, geöffnet und das herausgebrochene Fleisch getrocknet wird. Im Bild eine typische Trocknungsanlage. Auf der Ablage unten werden die Kokosnussstücke ausgebreitet. Das Dach, das auf Schienen fahrbar montiert ist, kann je nach Bedarf zurückgeschoben (Sonne) oder geschlossen (Regen) werden. Nach dem Trocknen ist das Wasser aus der Nuss verdampft und zurück bleibt eine sehr ölhaltige, glasige Substanz. Diese wird dann in Säcke abgefüllt und verschifft zu einer grossen Copra Fabrik, wo die ölhaltigen Stücke gemahlen werden und das Öl daraus herausgepresst wird. Das so gewonnene Kokosöl findet Verwendung in der Lebensmittel- sowie Kosmetik IndustrieEin weiterer faszinierender Sonnenuntergang vor Hapatoni (Tahuata)Adrenalinstoss am Ankerplatz von Hapatoni. Es hat hier viele Steine und Felsen im Wasser. Wir haben die Gabe, solche Steinfelder immer perfekt zu finden. Und auch immer perfekt, wie sich unsere Kette jedes Mal die raffiniertesten Wege aussucht, wie sie sich um Felsen verknotet ☹ In diesem Fall (Verlauf der Kette ist auf dem Bild mit gelber Linie markiert, gestrichelt bedeutet, dass die Kette in diesem Bereich unter dem Felsen liegt) ist es besonders schlimm, weil ich diese auf etwa 14 Meter Tiefe nicht von Hand entwirren kann ohne Tauchgerät. Das Schiff hängt fest! Was tun? Nun, in diesem Fall kommt Hilfe von einem Dänischen Nachbarschiff (SY Tao). Es liegt direkt neben uns und dürfte ähnliche Probleme bekommen. Auf meine Frage zuckt der Skipper Bent gelassen mit der Schulter und meint, er löse solche Probleme jeweils einfach mit «Geduld». Funktioniert perfekt auch bei uns! Kette langsam dichtholen, bis das Schiff direkt über dem Stein schwimmt – Geduld zeigen – das Schiff löst durch leichtes Schaukeln die Kette Glied um Glied – und nach ein paar Minuten ist die Kette frei. Ohne Schweiss oder nasse Füsse. Danke Bent – diesen Tipp werde ich mir merken!!Nächste Insel: Hiva Oa. Im Bild der Strand von Atuona mit Einfahrt zur engen und schwelligen Ankerbucht und HafenLupina (vorne im Bild) am rolligen Ankerplatz von Atuona. Am Tag nach unserer Ankunft fährt auch die MV Aranui, eine Kombination von Fracht- und Kreuzfahrtschiff, in den engen Hafen. Wir haben Glück, denn ein Frachtschiff bedeutet immer: frische Lebensmittel auf der Insel. Und Kreuzfahrtschiff heisst zusätzliche Unterhaltung für Touristen!In diesem Fall besteht die zusätzliche Unterhaltung für Touristen in der Präsentation der Schönheiten für die Miss Marquesas Wahl 2022…… Demonstrationen und praktische Kurse von traditionellen Handwerken …… Präsentation lokaler Kunst (hier traditionelle Tattoos) …… sehr wohlklingende mit Ukulele begleitete Gesänge eines lokalen Frauenchores …… und als Höhepunkt ein Tanzmarathon, bei dem die Polynesische Meisterin des traditionellen Tanzes die ausschliesslich weiblichen Teilnehmerinnen instruiert, ihnen vortanzt und sie dann minutenlang üben und schwitzen lässt. Ich verzichte auf die Beschreibung des schwindelerregenden Hüftschwunges der Meisterin. Den haben wir auf Video erfasst 😉 (meine Augen rollen immer noch 😊)Mit 4×4 Mietauto erkunden wir die wilde Nordküste der Insel Hiva Oa und wagen uns bis ans äusserste Ostende bei Puamau vor. Eine tolle Strecke die mittlerweile gut ausgebaut ist und sogar ohne 4×4 befahrbar wäreIn Puamau befindet sich eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten: Iipona. An dieser Kultstätte befinden sich mehrere gut erhaltene Tikis, unter anderem «Takaii» mit über 2 Metern der grösste Tiki der Welt. In Unkenntnis dieser besonderen Tatsache hat es der Photograph leider verpasst, diesen speziellen Tiki festzuhalten. Dafür hat er diese schöne Figur aus Holz, die aber neueren Datums sein dürfte und einen männlichen Krieger darstellt, abgelichtetAuf der Strecke zwischen unserem Ankerplatz in Atuona und dem kleinen Bergflughafen im Inneren der Insel soll es einen speziellen Tiki geben: Smiling Tiki (der lachende Tiki). Normalerweise zeigen die Tikis ein ernstes, ja gerade strenges Gesicht. Diese Ausnahme wollen wir sehen. Leider steht in keinem unserer Reiseführer, wo genau er zu finden ist. Wir fahren in die Gegend, wo wir ihn vermuten und treffen einen Reiseführer, der gerade mit einer Gruppe Touristen aus dem Auto steigt. Wir fragen ihn und er meint grinsend, dass er genau dorthin wolle. Wir dürfen uns der Gruppe anschliessen und erfahren viel über den TikiDer lachende Tiki (Smiling Tiki): deutlich erkennbar das Grinsen in seinem Antlitz. Die kleinen Hände vorne auf der Brust bedeuten Friede und Ehrlichkeit (keine Waffe, nichts zu verbergen). Der Smiling Tiki befindet sich an einer Kultstätte, wo früher die Medizinmänner, Häuptlinge und andere wichtige Menschen ihre Opfer brachten und Rat suchten. Es hat vermutlich noch viele weitere Tikis gehabt. Alle bis auf den Smiling Tikis sind aber von Archäologen und anderen Sammlern weggebracht worden. Warum der Smiling Tiki nicht? Der Grund dürfte an seiner Verankerung liegen. Er ist auf eine Steinplatte gemeisselt, die sehr tief (über 2 Meter) im Erdreich verankert ist. Vielleicht lacht er ja deshalb 😊Bei unserer Inseltour mit dem 4×4 Mietauto kommen wir in der Baie Hanaiapa vorbei und sehen diesen Felsen im Meer. Ein Einheimischer kommt auf uns zu und fragt uns: «seht ihr den schwimmenden Neger?». Klar sehen wir ihn. Siehst du ihn auch? Siehst du auch die beiden anderen Gesichter? Auflösung ganz am Schluss des Berichtes 😉Die Insel Hiva Oa ist die Ruhestätte zweier sehr bekannter Künstler der jüngeren Vergangenheit. Der eine ist der berühmte Belgische Sänger Jacques Brel, der leider viel zu früh vor seinem 50. Geburtstag aus dem irdischen Dasein gerissen wurdeDer andere hier begrabene Künstler ist der weltberühmte Paul Gauguin, der auf Hiva Oa Natur und Menschen vorfand, die ihn zu seinen fantastischen Meisterwerken inspirierten. Schon zu Lebzeiten verhalfen ihm seine farbenreichen Bilder von Menschen (vor allem Frauen) und Situationen aus der Südsee zu Ansehen in der Kunstszene und, eher unüblich für einen Künstler, auch zu WohlhabenDieser Schreiberling (hier gerade am Reisebericht schreiben in der Lounge der Schiffswerft in Hiva Oa) wird es wohl nie zu Weltruhm bringen, auch wenn er eine sehr interessierte Mitleserin hat 😊😊
Wir haben nun die 3 südöstlichen Inseln der Marquesas (Fatu Hiva / Tahuata / Hiva Oa) bereist. Vor allem Fatu Hiva, die kaum je Segelboote sieht, weil sie schwierig anzusegeln ist (Boote, die den Pazifik queren, sind verpflichtet, zuerst auf den weiter westlich liegenden Inseln Hiva Oa oder Nuku Hiva einzuklarieren, und müssten dann gegen Wind und Wellen zurücksegeln) hat uns sehr gut gefallen. Die Marquesas sind ein sehr anspruchsvolles Segelgebiet. Die Vulkaninseln ragen alle steil und schroff aus dem Meer und es hat keine Riffe, welche Wellen und Brandung einbremsen würden. Die einigermassen geschützten Ankerplätze liegen meist auf der Westseite der Inseln. Hier aber gibt es starke und unberechenbare Fall-Böen, die wie eine Ohrfeige auf dich einschlagen können. Der Ankergrund ist meist sehr tief, 15-20 Meter, und es braucht immer viel Kette. Finden wir endlich einen guten Halt, kommt sicher ein nervender Schwell um die Landzunge und macht den Ankerplatz rollig. Gerade das Letztere stört uns aber wenig, wir schlafen herrlich, wenn die Wellen uns so ins Land der Träume befördern. Solange der Anker hält, sind wir glücklich 😉
Als nächstes Ziel nehmen wir uns die 3 nordwestlichen Inseln (Ua Pou / Nuku Hiva / Ua Huka) vor den Bug, bevor wir dann in etwa 4 Wochen wieder nach Hiva Oa zurücksegeln. Dort wollen wir den defekten Motor des Grosssegel Rollmechanismus durch einen temporären Handmechanismus ersetzen, der uns aus der Schweiz zugeschickt wird. Hoffentlich klappt das!
Es bleibt spannend – folge der Lupina im Kielwasser
Auflösung des Rätsels: 1. Das Gesicht des «Neger-Kopfes» ist rot eingerahmt. Er schwimmt ins Meer hinaus 2. Das Gesicht der Frau mit dem üppigen Haar ist grün markiert. Sie schaut gegen links 3. Über der Frau ist gut ein Kindergesicht (blau markiert), ebenfalls nach links blickend, erkennbar
Wow, wenn wir auf den Kalender schauen, merken wir, dass wir schon mehr als 1 Monat in Gambier sind. Dass wir uns schon länger nicht mehr gemeldet haben, liegt nicht etwa an Langeweile oder Faulheit – im Gegenteil! Wir unternehmen und erleben sehr viel, aber das Internet aus der Zeit vor 2G macht es uns fast unmöglich, euch zeitnah auf dem Laufenden zu halten. Überraschenderweise finden wir zwar bereits am zweiten Tag nach unserer Ankunft ein Internet, das stark und stabil genug ist, unseren Bericht der Pazifiküberquerung hochzuladen. Zu unserer grossen Freude empfangen wir bei dieser Gelegenheit auch viele Mails mit Gratulationen zu unserer gelungenen Überfahrt. Danach fällt aber die Antenne aus, und das ganze Gebiet ist wieder in seiner eigenen, friedlichen Welt. Für das Video der Pazifiküberquerung müsst ihr wohl leider warten, bis wir dann in ein paar Wochen in den Marquesas sind.
Nicht ganz unerwartet erreichen uns viele Fragen von Lesern, die auf der Karte nachschauen wollten, wo wir denn genau sind. So präsentiert sich unsere Route auf Google Earth. Von Gambier sieht man bei dieser Einstellung noch gar nichts – man könnte meinen, wir ankern irgendwo mitten im offenen Ozean. Die Gambier Inseln sind ein 43 Inseln umfassender Archipel östlich des 140. Längengrades im Südpazifik, etwa 1’800 Kilometer südöstlich von Tahiti. Geographisch gehören die Gambier Inseln zum Tuamotu-Archipel, politisch zu Französisch-PolynesienErst bei starker Vergrösserung der Karte zeigt sich das Gambier Atoll. Es besteht aus 5 Hauptinseln (Reste eines Vulkanes), die durch ein rautenförmiges Korallenriff umgeben sind. Die längere Diagonale von Norden nach Süden beträgt rund 35km, diejenige von Osten nach Westen rund 27km
Zur Entstehung eines Atolls braucht es einen Vulkan und Korallen. Wenn sich ein Vulkan gebildet hat, beginnt am Übergang von Landmasse zu Meer ein Korallenriff zu wachsen. Meist senkt sich ein Vulkan wieder langsam ab, wenn er erloschen ist. Die Korallen sinken dabei auch ab, aber sie wachsen dabei langsam nach und ihre Spitze bleibt meist immer knapp unter der Meeresoberfläche. Auf den Satellitenbildern von Gambier ist dieses Riff sehr gut erkennbar. Es bildet einen wichtigen Schutzwall für die Inseln und die Menschen, die hier leben. Für den Seefahrer kann so ein Korallenriff aber schnell zur tödlichen Falle werden, wenn er die Einfahrt ins geschützte Atoll nicht findet oder wenn sein Schiff von der oft starken Strömung in der Durchfahrt erfasst und auf das zerklüftete, scharfkantige Riff geworfen wird. Nun, uns ist das zum Glück dank der heute sehr modernen Navigationsmittel nicht passiert. Aber es wird uns wieder einmal bewusst, welche Gefahren die alten Seefahrer auf sich genommen haben, um die Welt zu erkunden. Sie hatten keine Karten, sie hatten keine Wetterdaten. Sie wussten damals noch nicht, wie die globalen Winde verlaufen und erst recht nicht, wo und wie stark die Strömungen verlaufen. Also, ich muss schon sagen, ich habe heute, nachdem wir den Atlantik und einen grossen Teil des Pazifiks überquert haben, einen riesigen Respekt vor den Entdeckern von damals.
Unser Ankerplatz vor dem grössten Ort im Gambier Atoll: Rikitea auf der Hauptinsel Mangareva. Gerade mal etwas mehr als 500 Menschen leben in Rikitea. Auf dem ganzen Atoll verstreut sind es etwa 1’300 Einwohner
Das Tuamotu Archipel besteht aus 76 grösseren Atollen, die sich über rund 1’000 Seemeilen (1’800km) von Südosten nach Nordwesten verteilen. Gambier liegt ganz im Süden und befindet sich am Rande des Zyklon-Gürtels. Vom Dezember bis März muss man auch hier mit diesen Stürmen rechnen. Obwohl Gambier als relativ sicher gilt, werden wir aufmerksam die Wetterlage verfolgen und allenfalls weiter nach Süden «flüchten», falls sich ein Zyklon ankündigt. Aber im Moment herrscht bestes Wetter: tagsüber 30 Grad, in der Nacht kühlt es ab auf 25 Grad, viel Sonne und ab und zu ein Regenschauer.
Die Hauptstrasse durch Rikitea. Am meisten Betrieb herrscht hier am Morgen früh kurz nach Sonnenaufgang, oder am späteren Nachmittag kurz vor Sonnenuntergang. Dann brennt die Sonnen nicht so stark und im Schatten der grossen Bäume ist es angenehm kühlEntlang der Strasse aus dem Dorf finden sich viele Bäume und Sträucher, die leckere Früchte tragen (hier freut sich Pia über Mangos). Von den Einheimischen erfahren wir, das alles, was nicht auf einem eingezäunten Grundstück wächst, sowie alles auf öffentlichem Grund für die Allgemeinheit bestimmt ist. Wir fühlen uns wie im Schlaraffenland! Mangos, Pampelmusen (Grapefruits), Avocados, Bananen, Kokosnüsse, Litschis, Brotfrucht und vieles mehr in Hülle und FülleAnlässlich eines Volksfestes vor ein paar Jahren wurden auch die Einwohner der umgebenden Inseln eingeladen. Zum Dank und zur Würdigung der Einladung haben die Besucher der Osterinseln eine Statue mitgebrachtNicht nur das Internet ist noch altertümlich. Auch ein Stromzähler (von Landis + Gyr aus der Schweiz!) aus den 1960er Jahren leistet noch seine wertvollen und zuverlässigen DiensteHaupteinnahmequelle der Einwohner ist heute die Zucht der schwarzlippigen Perlmuschel zur Gewinnung schwarzer Perlen. Der Handel mit schwarzen Perlen wird überwiegend von Hongkong-Chinesen kontrolliert. Als Folge der Perlenzucht haben sich in den letzten Jahren Chinesen, Europäer und Japaner auf den Inseln angesiedelt. Bild: Perlenfarm vor den Ufern von RikiteaPerlenfarmen im Norden von Mangareva mit dem zweithöchsten Berg, dem Mont Mokoto (423 müM) im HintergrundEines der dunklen Kapitel der katholischen Missionierung in Gambier: ein französischer Priester liess Mitte des 18. Jahrhunderts in seinem Eifer alle traditionellen Götzenfiguren vernichten und entriss den Einheimischen ihre ursprüngliche Religion. In seinem Fanatismus und Grössenwahnsinn führte er sich selber auf wie ein Gott und liess von den Inselbewohnern auf jeder der 5 Hauptinseln aus Korallensteinen eines oder sogar mehrere Gotteshäuser, monumental und krass überdimensioniert, bauen. Die zwangsweise Verpflichtung der Arbeitskräfte für die Grossprojekte entvölkerte die kleinen Gambier Inseln und führte zu Hungersnöten, da die tägliche Nahrungsbeschaffung vernachlässigt wurde. Dies und die Verbreitung von bisher unbekannten Infektionskrankheiten hatte Verelendung und einen drastischen Bevölkerungsrückgang zur Folge. Heute sind die meisten dieser Gotteshäuser am Zerfallen. Im Bild die „Südseekathedrale“ in Rikitea.Die „Südseekathedrale“ in Rikitea bietet rund 500 Personen PlatzAltar in der Kathedrale. Alle weissen Verzierungen sowie auch das Kreuz sind aus Perlmutt-Muscheln gefertigtDurchschnittlich 1x pro Woche legt ein Versorgungsschiff von Tahiti in Rikitea an und beliefert die Bewohner des ganzen Atolls mit Lebensmitteln und sonstigem MaterialVom Versorgungsschiff geht die Ware direkt in einen der wenigen lokalen Läden, oder direkt zum Endkunden. Treibstoff kann man zum Beispiel nur in 200 Liter Fässern kaufen. Etwas viel für unser Dinghi. Also tun wir uns mit anderen Seglern zusammen und teilen uns ein Fass, um unsere Reserve Kanister wieder zu füllen.Beim lokalen Pfarrer und seiner Frau. Sie pflegen ihren Garten mit sehr viel Liebe und versorgen viele von uns Seglern mit leckerem Gemüse, Obst und FrüchtenHochbeete mit Salat und GewürzenWunderschöne Aussicht vom Pfarrersgarten hinunter aufs Ankerfeld vor RikiteaNachdem wir bei der Überfahrt fast 3 Wochen auf dem Wasser verbracht haben, jucken uns die Wanderfüsse. Auf der Insel Mangareva gibt es herrliche Wanderwege, die übrigens auch sehr gut unterhalten werden. Hier sind wir zusammen mit Rita von der Schweizer Segelyacht Maramalda unterwegs quer über die Insel von Kirimiro zurück nach RikiteaMit Mirko (SY Yum Yum, rechts) und seinem Crewmitglied Nico (links) bilden wir eine Segelgemeinschaft und besegeln ein paar Tage das Atoll. Mirco, auch ein Schweizer (von 21 Booten sind 4 Boote mit Schweizer Crew!) verbringt pandemiebedingt bereits die 2. Saison in Gambier und kennt das Atoll sehr gut. Wir sind sehr froh um seine Tipps und Hilfestellungen. Das macht uns das Ankommen in Gambier sehr viel einfacher und angenehmerDie Yum Yum (vorne) zeigt uns den Weg durch die seichten Stellen zur Nachbarinsel Taravei. Die Einfahrt zum Ankerplatz ist sehr kritisch und schlängelt sich in einem engen «S» Kurs um ein paar gefährliche Korallenköpfe («Bommies»)Jeden Sonntag findet auf der Insel Taravei ein Treffen der Segler zum «Potlock» statt. Gastgeber sind die Landbesitzer Merve und Valérie. Sie stellen ihr Gelände (mit Strand, eigens errichtetem Beach-Volleyballfeld und Bocciabahn) zur Verfügung. Unser Schiff liegt sicher vor Anker (oben rechts) und wir landen wie alle anderen mit unserem Dinghi am StrandOb man das Wort «Potlock» so schreibt, weiss ich nicht. Was es bedeutet aber schon: sehr viel feines Essen aus verschiedenen Küchen! Schlaraffenland, sag ich euch! Jeder Segler bringt sein Essen mit, stellt es auf den gemeinsamen Tisch und dann wird gekostet und geschmaust 😊😊Erneut eine Wanderung, diesmal auf der Insel Taravei. Eine wahre Kletterpartie auf einen der höchsten Punkte. Wir würden den Weg alleine nie finden, ein Amerikanisches Seglerpaar kennt aber den Hike und führt uns auf den BergMirko zeigt uns nicht nur den sicheren Weg durch das Labyrinth von Korallenblöcken und Bojen der Muschelfarmer, er zeigt uns auch, wie man am besten eine Kokosnuss öffnet. Von nun an geht es viel schneller und müheloser als mit Köbi’s Hackbeil Methode 😉
Wie das übrige Französisch-Polynesien aussieht und wie sich die Leute und das Leben auf den anderen Archipelen und Atollen anfühlen, wissen wir noch nicht. Nach fast 3 Jahren in der Karibik, wo sich viele Dinge, trotz der vielen unterschiedlichen Kulturen und Sprachen, zu wiederholen begannen, ist nun Gambier eine ganz neue Erfahrung. Wir merken, es geht den Leuten gut hier. Sie sind sehr lebensbejahend, fröhlich und in sich zufrieden. Wir fühlen uns sofort wohl und willkommen. Vom ersten Tag an lassen wir den Niedergang unseres Schiffes Tag und Nacht offen. Wir fühlen uns absolut sicher. Wenn es irgendein Problem gibt, ist jeder für den anderen da. Die Menschen sind ausgesprochen hilfsbereit. So weit weg im unendlichen Pazifik sind die Menschen es gewohnt, zu sich selber Sorge zu tragen und Dinge, die im Überfluss da sind, zu teilen. Und irgendwie schön: diese Lebenseinstellung schwappt auch auf die Seglergemeinschaft über.
Es sind rund 20 Schiffe hier auf Gambier. Davon sind die meisten Pandemie bedingt schon länger in Französisch-Polynesien. Schon am ersten Morgen nach unserer Ankunft finden wir in unserem Cockpit ein frisches Baguette (Brot) und erhalten feine Früchte, die andere Segler uns am frühen Morgen bringen. Das Leben tickt hier übrigens eher nach Pia’s Uhr als nach meiner: der Tag beginnt mit dem Sonnenaufgang um 5 Uhr in der Früh. Die Läden öffnen bereits vor 6 Uhr. Frisches Brot aus der Bäckerei ist oftmals nach 7 Uhr bereits ausverkauft. Kurz nach Sonnenuntergang um 19 Uhr wird es ruhig und still im Dorf und auf den Inseln. Die Leute gehen früh schlafen.
Die ersten beiden Wochen sind wir einfach einmal angekommen. Wir haben uns mit unserer Umgebung vertraut gemacht, haben uns eingerichtet und organisiert. Danach beginnt uns wieder die Unternehmungslust zu jucken. Und es gibt viel zu tun! Die einzelnen «Motus» – Koralleninseln – eingerechnet gibt es über 43 Inseln verteilt auf die 450 Quadratkilometer grosse Lagunenfläche.
Wir ankern zusammen mit der SY Yum Yum im Südosten vor dem Motu «Kouaku». Das Navigieren durch die korallenbespickte Lagune erfordert viel Aufmerksamkeit. Unsere Navionics Seekarten sind in diesem Gebiet ausgesprochen genau (was sie in Panama überhaupt nicht waren). Zudem haben wir eine App (OpenCPN), mit deren Hilfe wir offline Satelliten-Bilder und unsere GPS-Position überlagern können. Das hilft uns beim Navigieren sehr. Natürlich sind wir besonders bei unseren ersten Ausflügen froh, dass wir auf die lokalen Kenntnisse von Mirko (SY Yum Yum) zählen dürfenDas Ankern im Korallengelände erfordert eine spezielle Technik. Damit die Kette nicht über die Korallen schleift, diese zerstört und sich darin verfängt, müssen wir dafür sorgen, dass die Kette darüber «schwebt». Das bewerkstelligen wir mit Fendern oder anderen Schwimmkörpern (wir verwenden mittlerweile Bojen, die sich von Fischernetzen und Perlmuschelzuchten losgerissen haben und an Land gespült wurden). Zuerst setzen wir den Anker in einem offenen Sandfeld ab und fahren ihn provisorisch ein. Danach geben wir nach und nach mehr Kette und schäkeln im Bereich von Korallen die Bojen in die Kette. Auf dem Bild ist gut zu sehen, wie Lupina direkt über einem Korallenfeld schwimmt (das Wasser darüber ist ungefähr 4 Meter tief). Links 2 Bojen (Pfeil) die verhindern, dass die Kette die Koralle berührt, wenn Lupina noch etwas mehr nach rechts driftetSchrecksekunde für den Drohnenpilot in luftiger Höhe! Eine rasche Flucht nach oben hat unsere Drohne vor dem neugierigen Fregattvogel gerettet. Schön zu sehen: oben das offene Meer, das sich an der Riffkante bricht und aufgestoppt wird. Danach folgt meist eine flache Zone (Wassertiefe 0-1 Meter) bis zum Motu (Sandinsel). Hinter dem Motu fällt die Wassertiefe ab auf 5-10 Meter. In diesem Bereich gibt es grosse Korallenköpfe, das Waser ist meist glasklar und das Schnorcheln einfach fantastisch!Abendstimmung auf dem Motu KouakuAbschied von Mirko und Nico (SY Yum Yum). Sie zieht es rund 800 Seemeilen weiter nördlich auf die Marquesas Inseln (immer noch Französisch-Polynesien). Gute Fahrt euch Beiden und auf bald in den Marquesas!Pia’s Geburtstag. Wir erhalten spontan eine Einladung zum Nachtessen vom Schweizer Ehepaar Rita und Daniel (SY Maramalda). Sie sind letztes Jahr mit ihrer Hallberg-Rassy 43, einem identischen Schiff wie unsere Lupina, via das Cap Horn nach Gambier gesegelt. Es gibt viel zu plaudern über Segeln, Schiff und Familien 😉Pia’s Geburtstag spricht sich herum! Von Daniela und Rolf, einem weiteren Schweizer Seglerpaar auf Gambier (SY Yelo) wird Pia mit einem traditionellen Kopfschmuck beschenkt. Daniela hat die Kunst des Blumenflechtens in Französisch-Polynesien gelerntAussicht beim alten Leuchtturm am westlichen Ende der Insel AukenaAuf der Insel Aukena treffen wir Pakoi, einen rund 60-jährigen Mann. Er hat mit 55 Jahren aufgehört zu arbeiten und ist von seinem Wohnort Rikitea auf Mangareva auf die Nachbarinsel ausgesiedelt. Er lebt hier, nach eigenen Angaben, in totalem Frieden mit sich und der Umwelt. Wir sind fasziniert von ihm. Er strotz vor Lebensfreude und winkt uns schon von Weitem zu, als wir uns mit dem Dinghi nähern. Ohne, dass wir ihn darum fragen müssen, zeigt er uns die nahe gelegene Kirche, seinen gut eingezäunten Garten mit feinen Früchten und Gemüse, seine Behausung (den Blechverschlag rechts vom Bild – man beachte auch den sauber gewischten Boden davor!) und die Schlachtbank für die Schweine (direkt hinter Pakoi). Pakoi züchtet Schweine, die er in freier Natur aufwachsen lässt. Diese verkauft er in Rikitea für umgerechnet 10 Dollar pro Lebendkilo. Gutes Geld, das ihm für seine Bedürfnisse reicht. Beim Abschied werden wir üppig mit Bananen, Mangos, Papaya und einer grossen Brotfrucht beschenkt. Am nächsten Tag fahren wir noch einmal hin und bringen ihm ein T-Shirt und eine Dose Bier aus Panama. So herzlich haben wir kaum je einen Mann lachen gesehen. Eine wunderschöne, eindrückliche Begegnung!Kulturfest in Rikitea. Nicht für uns Touristen – nein, für sich selber. Einige Tage im Vorfeld sehen wir überall Kinder, die von Erwachsenen in die Kunst des Tanzens, Musikinstrument Spielen oder traditionellen Handwerkens (im Bild das Flechten von Kränzen und Kleidern aus Bananen- und Palmblättern) eingewiesen werdenTag des Kulturfestes: ein Teil der Festküche mit seiner fröhlichen CrewKulturfest Abendunterhaltung der Schüler (es hat etwa 200 Schüler in Rikitea!!) in der grossen Sporthalle. Eintritt frei für alleDer Valentinstag wird am Sonntag davor (am Tag nach dem Kulturfest) mit einem Bankett für die Bevölkerung gefeiert. Wir erfahren zu spät, dass man sich dafür anmelden muss, und die Tische sind bereits vergeben, als wir uns einschreiben wollen. Dafür hat es für den Wohltätigkeitslauf noch Platz. Kurzer Entscheid, und ich schreibe mich und Pia kurzerhand für diesen als Paarlauf durchgeführten 3km langen Wettkampf ein. Das Startgeld beträgt pro Person 25 Dollar, Geld, das für gute Zwecke in der Schule eingesetzt wird. Schlussendlich sind wir 5 Personen, welche die Schweizerfahne vertreten: (von links): Daniel und Rita (SY Maramalda), die Lupina Crew Köbi und Pia, und Daniela (SY Yelo)Freude und Überraschung sind gross: von 39 Paaren laufen wir (mit Flip-Flops – wohlgemerkt! die Anmeldung war ja spontan und wir hatten keine Sportausrüstung dabei) unter die ersten 10. Genauen Rang und Zeit kennen wir nicht, denn statt eines Rangverlesen werden am Schluss unter den Teilnehmern Preise ausgelost
So, bis hierhin schreib ich mal und versuche, Bilder und Text ins Internet zu stellen. Mit viel Glück und Geduld wird es klappen. Weitere Bilder von Bergbesteigungen, Schnorcheln mit Haifischen und fröhlichen Menschen folgen im nächsten Bericht.
Es bleibt spannend – folge der Lupina im Kielwasser